Meldungsdatum: 29.04.2024
Vor über 30 Jahren hat der Kölner Künstler Gunter Demnig damit begonnen, kleine Messingtafeln in den Boden einzulassen, um an das Schicksal von Menschen zu erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Tod getrieben wurden.
Zu ihnen gehörte die jüdische Familie Ostwald, die in der II. Kampstraße lebte: der Jurist Dr. Max Ostwald, seine Frau Hedwig und ihre Kinder, Martin und Ernst. Während den Söhnen mit einem Kindertransport über die Niederlande die Flucht nach England gelang, wurden die Eltern in das KZ Theresienstadt deportiert. Max Ostwald verstarb dort aufgrund der Haftbedingungen. Hedwig Ostwald wurde 1944 nach Auschwitz deportiert, wo sie vermutlich vergast wurde.
Damit Geschichten wie die der Ostwalds nicht in Vergessenheit geraten, koordiniert der Jugendring Dortmund in enger Abstimmung mit dem Stadtarchiv Dortmund die lokalen Stolpersteinverlegungen. Die Idee und Initiative für einen neuen Gedenkstein kommt in der Regel von Gruppen oder Einzelpersonen, die eine Patenschaft für den Stein übernehmen. Im Falle von Max und Hedwig Ostwald sind das Nachfahren aus den USA, England und Spanien, die die Erinnerung wachhalten. Stolpersteine werden in der Regel an dem letzten frei gewählten Wohnort der Personen verlegt.
Redaktionshinweis: Weitere biografische Details und Hintergründe entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung, die die Familie vorbereitet hat.
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