Meldungsdatum: 21.06.2024

Soester Spendenaktion ermöglicht medizinischen Hilfstransport in die Ukraine

Erneut sind medizinische Hilfsgüter aus Soest auf dem Weg in die Ukraine. Dank der sehr großzügigen Spendenbereitschaft aus der Stadtgesellschaft konnten die Ukrainehilfe Soest e.V., ehrenamtlich engagierte Bürger, das Klinikum Stadt Soest und die Stadt dringend benötigte Geräte und Behandlungskits beschaffen, die nun wie geplant der befreundeten Stadt Tysmenytsia sowie dem Kinderkrankenhaus in Cherson zugutekommen.

Nach dem jüngsten Spendenaufruf des Organisationsteams im Frühjahr stellten Soesterinnen und Soester 10.138 Euro zur Verfügung. Dieses Ergebnis präsentierten nun Dr. Ruslan Mamutov, Dr. Isabelle Wenge, Marina Zaslavskaya und Dr. Oleksandr Rudenko vom Vorstand des Vereins Ukrainehilfe Soest, wo das Spendenkonto eingerichtet worden war, gemeinsam mit Wolfgang Ehlers als engagiertem Mitinitiator und Thorsten Bottin vom Ratsbüro der Stadt Soest. „Dieses tolle Ergebnis beeindruckt und sehr“, betonten sie, „und wir danken allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich, auch im Namen der Menschen in der Ukraine, denen damit nun geholfen, teilweise das Leben gerettet werden kann.“ 

Denn ein großer Teil der Hilfslieferung besteht aus so genannten Tourniquets – Druckverbände, die Blutungen an verwundeten Gliedmaßen stillen und somit das Verbluten verhindern und im Idealfall auch den betroffenen Arm oder das betroffene Bein retten können. 270 dieser Sets befinden sich im Hilfstransport an die Ukraine. „Darüber hinaus haben wir zwei tragbare Ultraschallgeräte, die man beispielsweise auch in einen Luftschutzkeller transportieren und einsetzen kann, fünf medizinische Kinderbetten, medizinische Waagen, mobile 12-Kanal-EKG-Geräte  und Zubehör für Defibrillatoren beschaffen können“, zählt Marina Zaslavskaya auf. Neben den Spendengeldern setzte der Verein dafür zusätzliche 3000 Euro aus eigenem Budget ein. Als Mitarbeitende des Klinikums Stadt Soest profitieren die Vorstandsmitglieder von ihrer fachlichen Expertise und ihrem Netzwerk, um die Medizinprodukte so effektiv und günstig wie möglich zu kaufen. 

Die Lieferung der Güter an die Zielorte geschieht nun wie gewohnt auf rein ehrenamtlicher Basis. Bürger aus der Ukraine und aus Soest fahren mit eigenen Fahrzeugen und auf eigene Kosten an die Zielorte. Zu dem „Soester“ Team gehören Ortwin Rodeck, Burkhard Grothe und Ludwig Stappert. Der Ukrainer Yewhen Sokolovsky holte bereits am 12. Juni eine erste Lieferung am Klinikum Stadt Soest ab. Da die Grenzübertritte in die Ukraine bürokratisch aufwändig sind und die Anforderungen sich immer mal wieder ändern, müssen die Transporte teilweise in kleinere Chargen aufgeteilt werden. 

Die beteiligten Akteure werden ihr Netzwerk weiter aktiv halten. Wolfgang Ehlers steht zudem über private Kontakte mit der Stadt Tysmenytsia in Verbindung und auch der Verein Ukrainehilfe bleibt mit den Ansprechpartnern in der Ukraine im Austausch. Wer mehr über den Verein erfahren möchte, findet Informationen und Kontaktmöglichkeiten online unter www.ukrainehilfe-soest.de


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2024 0621 Spendenaktion Ukraine (1)

©  Stadt Soest
2024 0621 Spendenaktion Ukraine (1)

Die Organisatoren der jüngsten Spendenaktion zugunsten der Ukraine und der Stadt Tysmenytsia stellten jetzt das Ergebnis und den Stand der Hilfstransporte vor. Außerdem demonstrierten sie die Funktion der Blutstill-Sets, die Teil der Hilfslieferung sind. Das Foto zeigt (von links) Wolfgang Ehlers, Dr. Isabelle Wenge, Ludwig Stappert, Dr. Oleksandr Rudenko, Marina Zaslavsakya, Burkhard Grothe und Dr. Ruslan Mamutov.


2024 0621 Spendenaktion Ukraine (1)

©  Stadt Soest
2024 0621 Spendenaktion Ukraine (1)

Beim Start des jüngsten Transportes mit medizinischen Hilfsgütern in die Ukraine schickten die ehrenamtlichen Akteure auch mobile Ultraschallgeräte auf die Reise. Im Bild (von links) Dr. Oleksandr Rudenko, Dr. Isabelle Wenge, der ukrainische Fahrer Yewhen Sokolovsky und Burkhard Grothe.