Meldungsdatum: 18.09.2024

Messstelle am Thomätor zählt den 100.000 Radfahrer

An Soests erster öffentlicher Fahrradzählstelle neben dem Sigefridwall ist jetzt der 100.000. Radfahrer vorbeigekommen. Völlig unerwartet, aber umso begeisterter nahm in dieser Rolle Alexander Weiß noch vor Ort Glückwünsche und ein kleines Präsent entgegen.

Da wunderte sich Alexander Weiß nicht schlecht, als er auf der Veloroute am Thomätor vom Fahrrad- und Fußverkehrsbeauftragten der Stadt Soest Bernd Overhage von der Strecke gewunken wurde. X-Mal war Weiß an dieser Stelle schon vorbeigefahren, und manchmal hatte er sich tatsächlich gefragt, wie es wohl wäre, wenn ausgerechnet bei ihm das Display am Wegesrand auf die beeindruckende Zahl 100.000 umspringen wurde. Nun war genau das passiert. Alexander Weiß ist Radler Nr. Einhunderttausend an Soests erster öffentlicher Fahrradmessstation mit Display, wie er von Bernd Overhage erfuhr. 

Seit der Inbetriebnahme der Messstelle im März 2024 ist erst rund ein halbes Jahr vergangen, bis diese beeindruckende Marke erreicht wurde. Bernd Overhage hatte durchaus darauf spekuliert, den oder die 100.000 Radfahrende vor Ort abzupassen. Die Zählstation ist online mit seinem Büro verbunden, und so konnte er bei Registriernummer 99.950 zum Thomätor aufbrechen und dort - noch unbekannter Weise - auf Alexander Weiß warten. Mit ihm hat es einen überzeugten Radfahrer "erwischt", der häufig privat oder auf dem Weg zur Arbeit die Veloroute auf der WLE-Trasse nutzt. Mit einer neuen Akku-Luftpumpe und reflektierenden Sicherheitsbändern, die er überreicht bekam, ist er nun noch besser für diese Fahrten ausgerüstet.

Neben der Fahrradzählstelle am Sigefridwall gibt es zwei weitere, unterirdische Zählstellen am Mühlenpättken und an der Beamtenlaufbahn. Sie sind keine Spielerei, betont Bernd Overhage. "Denn automatische Radzählsysteme helfen, das Mobilitätsverhalten in der Stadt, beispielsweise abhängig von der Witterung, einzuschätzen. Ganz konkret zeigen Fahrradzählstellen als Monitoring-Instrument die Entwicklung des Radverkehrs. Das hilft uns in der Verkehrsplanung, um ein realistisches Abbild des Radverkehrsgeschehens zu bekommen, das wir als Grundlage für eine angebotsorientierte Planung brauchen."

Radverkehrszählungen sind deshalb im Bereich der Verkehrsplanung genauso wichtig wie die Erfassung des Autoverkehrs: Um Engpässe auf den Rad-/Fußwegen zu ermitteln. Um die Entwicklung des Radverkehrs – für Alltagswege und für den Radtourismus – an wichtigen Routen darzustellen. Um langfristig Verbesserungen für den Radverkehr zu planen und das Thema Verkehrssicherheit sinnvoll zu bearbeiten.

Weitere sieben unterirdische Zählstellen sind aktuell in der Vorbereitung. Ab Anfang 2025 liegen dann dauerhaft Daten von zehn wichtigen Velorouten der Stadt vor. 


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2024 0918 100.000. Radfahrer

©  Stadt Soest
2024 0918 100.000. Radfahrer

Alexander Weiß war der 100.000 Radfahrende, der die Radverkehr-Zählstelle auf der Veloroute am Sigefridwall passiert hat.