Meldungsdatum: 27.02.2025

Stadt gibt Zuschüsse für die Umwandlung von Schottergärten in Grünflächen

Neues Förderprogramm startet am 1. März

Die Familie der städtischen Förderprogramme für den Klimaschutz bekommt wieder Nachwuchs: Ab 1. März 2025 bezuschusst die Stadt Grundstückseigentümer und Mieter, die so genannte Schottergärten wieder in Grünflächen verwandeln. Das neue Förderprogramm soll bis 2028 laufen – für das erste Jahr stehen im Fördertopf 20.000 Euro zur Verfügung, in den Jahren danach jeweils 10.000 Euro.

Hintergrund des neuen Förderprogramms ist das Ziel, den Anteil versiegelter Flächen im Stadtgebiet zu verringern. Denn versiegelte Flächen führen im Sommer zu Hitzeinseln, steigern bei Starkregen das Überschwemmungsrisiko und bieten der Tier- und Insektenwelt keinen Lebensraum. Diesen Zusammenhang kennen auch Johanna Velmerig und Daniel Emde, die ein älteres Einfamilienhaus mit großem Schottergarten in Soest gekauft haben und nun für die Umwandlung der Flächen in einen grünen Garten den Zuschuss beantragen. 

Die Stadt fördert gärtnerische Dienstleistungen und das Beschaffen von Pflanzmaterial mit bis zu 2000 Euro. Dazu muss die Fläche, die entsiegelt wird, mindestens 10 Quadratmeter groß sein (möglich sind auch mehrere kleinere Teilflächen). Weitere Bedingungen bezüglich der Wasserdurchlässigkeit und der Pflanzenauswahl stehen in den Förderrichtlinien, die online unter www.soest-saniert.de zu finden sind oder bei der Geschäftsstelle Klimaschutz, Markt 13, Tel. 103-3333, erfragt werden können.

Wer das Förderprogramm nutzen will, sollte nicht zu lange warten. Denn die Stadt Soest ist interessiert daran, dass möglichst schnell möglichst viele Schottergärten dauerhaft verschwinden. Deshalb sinkt die Förderquote von Jahr zu Jahr. 2025 übernimmt die Stadt Soest bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten, in jedem Folgejahr sinkt die Quote um 10 Prozentpunkte. 2028 können also nur noch 50 Prozent der Maßnahme bezuschusst werden. In jedem Fall aber gilt: Eine Förderung erfolgt nur, so lange Mittel verfügbar sind. „Wer einen Schottergarten in einen naturnahen Garten umwandelt, setzt sich nicht nur aktiv für das Klima und die Biodiversität ein, sondern trägt auch zur eigenen Gesundheit und Erholung bei“, betont Carlotta Bauer, zuständige Mitarbeiterin der Geschäftsstelle Klimaschutz.


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2025 0227 Förderprogramm Schottergärten

©  Stadt Soest
2025 0227 Förderprogramm Schottergärten

Die Stadt Soest startet ein neues Förderprogramm und bezuschusst daraus die Umwandlung von Schottergärten in Grünflächen. Johanna Velmerig und Daniel Emde (links) sind die ersten, die bei Carlotta Bauer von der Geschäftsstelle Klimaschutz eine Förderung für ihr eigenes Grundstück beantragen.