Meldungsdatum: 03.06.2025
Des Satz „Wenn mein Glück aussetzt, bin ich verloren“ aus Bertold Brechts "An die Nachgeborenen" bringt die Verletzlichkeit des Einzelnen von politischem Umbruch und existentieller Unsicherheit auf den Punkt.
Sandra del Pilars Ausstellung greift diesen Gedanken auf – als poetische Spurensuche, als Reflexion über Verantwortung, Mitgefühl und die Bedingungen des Menschseins. Sie knüpft an die 2024 im Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale) gezeigte Schau „Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten“ an und stellt die Frage: Was kann Kunst leisten, wenn die Welt aus den Fugen gerät?
Im Zentrum steht die Malerei der in Soest beheimateten deutsch-mexikanischen Künstlerin Sandra del Pilar. Ihre Arbeiten sind komplexe Reflexionen über das Sehen selbst. Mit transluzenten Gazeschichten, unter denen sich detailreiche, gegenständliche Malereien verbergen, macht sie deutlich, wie sehr Wahrnehmung von Perspektiven, Kontexten und historischen Lasten geprägt ist. Die Werke reagieren auf die Bewegung der Betrachtenden – sie öffnen und verschließen sich zugleich.
Die Ausstellung versteht sich als Denkraum: für Fragen nach Erinnerung, Widerstand und Humanität in krisenhaften Zeiten. Dabei schlägt sie Brücken zwischen historischen Erfahrungen und aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und ruft dazu auf, sich nicht mit der Ohnmacht abzufinden. Denn, wie Brecht schreibt: „Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist.“
Die Einladung zur öffentlichen Führung richtet sich an junge Menschen, Jugendliche, Schülerinnen und Schüler. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung nicht notwendig. Auch die Teilnahme an der Führung ist dieses Mal kostenfrei. Fragen und Gespräche sind willkommen – es ist eine Einladung zum Dialog.
Stadt Soest
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Referent für Öffentlichkeitsarbeit: Thorsten Bottin
Am Vreithof 8 - 59494 Soest
Telefon: +49 (02921) 103-9045
E-Mail: pressestelle@soest.de
Internet: https://www.soest.de
Sämtliche Texte können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden. Belegexemplare sind willkommen.
Die Pressestelle Stadt Soest ist Mitglied bei presse-service.de [ www.presse-service.de]. Dort können Sie Nachrichten weiterer Pressestellen recherchieren und als RSS-Feed oder E-Mail abonnieren.