Meldungsdatum: 06.06.2025

„Bilderkrieg und Krieg der Bilder“ – Vortrag von Michael Ebert zur visuellen Darstellung von Krieg in Fotografie und Kunst

Im Rahmenprogramm zur Ausstellung „Wenn mein Glück aussetzt, bin ich verloren“ von Sandra del Pilar spricht der Fotograf, Kurator und Hochschuldozent Michael Ebert über die Geschichte und Wirkung der Kriegsdarstellung in den visuellen Medien.

Mittwoch, 11. Juni 2025 | 19:00 Uhr
Museum Wilhelm Morgner | Eintritt frei

Unter dem Titel „Bilderkrieg und Krieg der Bilder“ beleuchtet er die Entwicklung von der heroisierenden Malerei vergangener Jahrhunderte bis zur dokumentarischen Kriegsfotografie der Gegenwart.

Krieg ist ein altes Bildmotiv – von prähistorischen Höhlenmalereien bis zu den Schlachtengemälden der klassischen Kunstgeschichte. Mit der Erfindung der Fotografie veränderte sich nicht nur die Ästhetik, sondern auch die Wahrnehmung und Deutung kriegerischer Auseinandersetzungen grundlegend. Bereits 1847 begleiteten erste Fotografen bewaffnete Konflikte. Seither bestimmen fotografische Bilder maßgeblich unser Verständnis von Krieg, Gewalt und Macht.

Michael Ebert führt anhand zahlreicher Bildbeispiele durch die Geschichte der Kriegsfotografie – von anonymen Aufnahmen des Amerikanisch-Mexikanischen Kriegs bis zu ikonischen Fotografien des 20. und 21. Jahrhunderts. Dabei thematisiert er nicht nur die Entstehungskontexte bedeutender Bilder, sondern auch Fragen nach Manipulation, medialer Inszenierung und ethischer Verantwortung. Diese Themen spiegeln sich auch in den Arbeiten von Sandra del Pilar, die in ihren Gemälden historische Bildquellen reflektiert und künstlerisch neu interpretiert.

Michael Ebert ist seit 2005 Hochschuldozent für Fotojournalismus und die Geschichte der Fotografie. Ab dem Wintersemester 2025/26 lehrt er an der Fachhochschule Düsseldorf im Fachbereich Kunst- und Bildwissenschaft.

Mehr Informationen unter:
www.michaelebert.de
Zur Vita von Michael Ebert

Veranstaltungsort:
Museum Wilhelm Morgner
Sammlungspräsentation und Sonderausstellungen zeitgenössischer Kunst
Eintritt frei – alle Interessierten sind herzlich eingeladen!


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

elizabeth thompson scotland forever! 1881

©  
elizabeth thompson scotland forever! 1881

elizabeth thompson scotland forever! 1881