Meldungsdatum: 16.06.2025
„20 Jahre FABIDO, das ist eine 20-jährige Erfolgsgeschichte“, sagt Oberbürgermeister Thomas Westphal. Dabei war und ist die Aufgabe für den städtischen Eigenbetrieb nicht ganz einfach: FABIDO muss für 30 Prozent aller Betreuungsplätze in einer Stadt sorgen, die sich stetig wandelt: Dortmund wächst, Dortmund wird jünger, Gesellschaft, Familie und Kindheit haben sich in den vergangenen 20 Jahren deutlich verändert. Und damit auch die Anforderungen an die Träger der frühkindlichen Bildung.
„Unser Erfolgsrezept ist, dass wir auf solche Veränderungen sehr schnell reagieren. Wir erkennen Bedürfnisse und arbeiten an Lösungen“, sagt Daniel Kunstleben, Geschäftsführer von FABIDO. Die Zuwanderung habe beispielsweise dafür gesorgt, dass die Sprachförderung zu einer wichtigen Aufgabe für die Erzieher*innen geworden ist. So wird allein in 66 FABIDO-Kitas ein besonderes Augenmerk auf sprachliche Entwicklung gelegt.
Vielfalt als Chance
Die Vielfalt der Dortmunder Gesellschaft sieht FABIDO als Chance. Kunstleben: „Wir wollen genauso bunt sein wie die Bevölkerung der Stadt. Wir machen das aus voller Überzeugung. Das bereichert uns im Alltag und hilft uns in der Arbeit mit den Kindern.“ Mit den innovativen Ausbildungsmodellen „Kita-Einstieg“ und „Startklar“ hatte FABIDO im vergangenen Jahr 65 Menschen mit Migrationshintergrund für sich gewinnen können.
Wie sehr sich die Anforderungen an FABIDO in den vergangenen 20 Jahren verändert haben, zeigt auch ein Blick auf die nackten Zahlen: Als FABIDO 2005 aus einer Abteilung des Jugendamts geschaffen wurde, gab es 1.530 Beschäftigte. Heute sind es 2.690. Das liegt vor allem daran, dass die Kinder immer jünger in die Kitas kommen. FABIDO hat über die Jahre die Anzahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren massiv ausgebaut. „In den U3-Gruppen werden im Vergleich zu den Ü3-Gruppen deutlich weniger Kinder betreut. So kümmern wir uns heute um weniger Kinder mit einem stark gestiegenen Personalschlüssel“, sagt Kunstleben.
Generelles Ziel: Kleinere Gruppen
Und das ist gleichzeitig auch ein Blick in die Zukunft. Kunstleben: „Das Ziel sind generell kleinere Gruppen. Wenn wir heute eine Kita planen, arbeiten wir mit flexiblen Raumkonzepten – denn Kinder sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Es wollen nicht immer alle zur selben Zeit spielen. Dem wollen wir noch stärker Rechnung tragen, um so die individuelle Entwicklung der Kinder zu fördern.“ Das führt schon jetzt dazu, dass die neu gebauten Einrichtungen zwar baulich größer werden - die Räume darin aber kleiner.
„Mit größeren Einrichtungen werden wir es schaffen, unsere ohnehin schon geringen Ausfallzeiten weiter zu reduzieren. Auch dann, wenn mal die Grippe umgeht. Uns ist es wichtig, für die Eltern ein verlässlicher Partner zu sein. Personalausfälle können wir in größeren Einrichtungen noch besser kompensieren“, sagt Kunstleben.
Darum wird gerade fleißig gebaut, bis Ende des Jahres sollen vier neue FABIDO-Kitas eröffnet werden, 2026 kommen noch zwei weitere dazu. So wird FABIDO 892 weitere Betreuungsplätze schaffen. Kunstleben: „Bis 2030 planen wir noch 25 weitere Projekte.“
FABIDO steigt in den gebundenen Ganztag ein
Ab dem kommenden Schuljahr gewinnt FABIDO eine weitere Aufgabe dazu: FABIDO übernimmt den gebundenen Ganztag an drei Grundschulen in Dortmund. Kunstleben: „Das ist eine wichtige Neuerung für uns. Dafür werden wir uns neu aufstellen und Strukturen ändern. Durch die Integration der drei gebundenen Ganztagsschulen und eine enge Verzahnung der Angebote von Kindertagespflege, Tageseinrichtungen für Kinder und gebundenem Ganztag wollen wir in Zukunft eine Pädagogik von null bis zwölf Jahren aus einem Guss liefern.“
Viel vor hat FABIDO auch noch in Sachen „Ernährung“. Schon jetzt kochen die Mitarbeiter*innen in den eigenen Küchen jedes Jahr 1,5 Millionen Mittagessen. „Die gute Nachricht ist: Den Kindern schmeckt unser Essen – das ist ein ganz wichtiger Faktor“, sagt Kunstleben. FABIDO erfüllt die 50-Prozent Bio-Quote, die der Rat beschlossen hat. In Zukunft will der städtische Eigenbetrieb für sein OptiMIX-Ernährungskonzept außerdem mehr regionale Zutaten verwenden. Kunstleben: „Damit tun wir etwas für die Umwelt, aber das ist uns auch aus pädagogischer Sicht wichtig. So lernen die Kinder bei uns jeden Tag, wie Ressourcen geschont und nachhaltig genutzt werden. So geht win-win.“
FABIDO in Zahlen:
Stadt Dortmund
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