Meldungsdatum: 26.06.2025
Genau das ist die Idee des Entwicklungsvorhaben Nord: Unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen und Professionen werden zusammengebracht und erarbeiten neue Konzepte. Wichtig sind dabei die beteiligungsorientierten Arbeitsmethoden: Junge Menschen und deren Eltern aus der Nordstadt arbeiten mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen zusammen, um den Sozialraum nachhaltig zu verbessern.
Initiiert wurde das Vorhaben von der Stadt Dortmund, der Walter Blüchert Stiftung und dem Unternehmen Dr. Ausbüttel. Die Trägerschaft liegt bei Schul.Inn.Do e.V.. In dem ersten halben Jahr haben die Partner*innen Lösungen („Prototypen“) zu den Themen Schulabsentismus, Leseförderung und Gesundheit entwickelt. Dabei arbeiteten Jugendliche aus der Nordstadt zusammen mit Fachkräften aus Verwaltung, Schule, freien Trägern, Wirtschaft, Stiftungswesen oder Forschung.
Die aktive Beteiligung der Jugendlichen ist von unschätzbarem Wert
Gestern wurden auch Herausforderungen präsentiert, zu denen in der kommenden zweiten Entwicklungsphase neue Lösungen folgen sollen. Eine zentrale Erkenntnis der ersten Phase: die aktive Beteiligung von Jugendlichen ist von unschätzbarem Wert. Sie erfahren Wertschätzung, gestalten auf Augenhöhe mit Erwachsenen und erleben Selbstwirksamkeit, indem sie ihre eigenen Ideen umsetzen. Gut angekommen ist bei allen Beteiligten auch die agile Arbeitsweise. Sie ermöglicht schnelles Handeln und die Bündelung von Ressourcen.
„Das Entwicklungsvorhaben Nord zeigt eindrücklich: Wenn viele Perspektiven und engagierte junge Menschen zusammen kommen, entstehen innovative Lösungen für komplexe soziale Herausforderungen", sagte Dezernentin Monika Nienaber-Willaredt. „Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend. Wir freuen uns auf die nächste Phase!"
Zweite Entwicklungsserie startet im nächsten Schuljahr
In der zweite Entwicklungsserie im nächsten Schuljahr geht es um die nächsten großen Herausforderungen: Angebote stärker sichtbar machen, Eltern als Unterstützungskräfte in der OGS einbinden, Therapien für Jugendliche zugänglich machen.
Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung, betont: „Die Stärkung der Selbstwirksamkeit von Kindern und Jugendlichen und die Förderung einer nachhaltigen Zusammenarbeit im Stadtteil sind Kernziele, die wir mit diesem Vorhaben verfolgen. Die Entwicklung eines agilen Arbeitssystems und die Qualifizierung von Fachkräften sind dabei wichtige Bausteine."
Schnell wirksame Lösungen sind nötig
Stephan Kohorst, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Ausbüttel & Co. GmbH, ergänzt: „Der Leidensdruck bei Kindern und Jugendlichen ist oft hoch. Sie benötigen schnell wirksame Lösungen und wissen oft selbst, was sie brauchen. Wenn wir sie befähigen, einen aktiven Beitrag zu leisten, stärken wir sie und verbessern zugleich ihre Zukunftschancen. Wir warten nicht auf perfekte Konzepte, sondern probieren mutig Neues aus - was wirkt, wird verbreitet und nachhaltig verankert.“
Die positive Rückmeldung aller Mitwirkenden und das große Interesse auch von außerhalb bestätigen den Ansatz. Im Sommer wird das Projekt evaluiert und der nächste Zyklus strategisch geplant.
Die „Entwicklungskonferenz Nord“ bietet eine Plattform für Austausch und Vernetzung und stellt die Weichen für die Weiterentwicklung des Projekts. Ziel ist es, die Dortmunder Nordstadt als einen Stadtteil zu etablieren, in dem beteiligungsorientiert innovative Lösungen für und mit den Menschen vor Ort umgesetzt werden.
Stadt Dortmund
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