Meldungsdatum: 19.08.2025

Sonderführungen und Finissage in der Ausstellung von Sandra del Pilar im Museum Wilhelm Morgner

"Wenn mein Glück aussetzt, bin ich verloren" endet am 24. August 2025

Noch bis zum 24. August 2025 ist im Museum Wilhelm Morgner die Ausstellung „Wenn mein Glück aussetzt, bin ich verloren“ der Künstlerin Sandra del Pilar zu sehen. Bevor die Finissage die Ausstellung beschließt, gibt es im Rahmen einer Sonderführung noch einmal eine besondere Gelegenheit zum Besuch.

Am Donnerstag, 21. August 2025, um 17.30 Uhr beginnt ein Museumsrundgang mit Gästen, bei dem die Kuratorinnen Elisabeth Sonneck und Juliane Rogge zunächst die Gruppenausstellung „material messenger“ im Raum Schroth vorstellen. Anschließend führen Dr. Thomas Oyen und Museumsleiter Michael Stockhausen in die Werke Sandra del Pilars ein. Zum Abschluss öffnet sich exklusiv das Atelier der Künstlerin im Haus zum Spiegel, dem ehemaligen Stadtarchiv Soest. 

Am Sonntag, 24. August, um 11 Uhr, lädt das Museum zur Finissage ein. Unter dem Titel „Gedankenschritte“ spricht der Philosoph Thomas Wachtendorf (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) über die Bildwelten Sandra del Pilars. Kunst und Politik, Standpunkt und Perspektiven, Bildraum, politische Räume, Macht, Gewalt, Geschichte vs. Gegenwart, Rezeption, Aneignung und Reflexion … Die Bildwelten der Künstlerin Sandra del Pilar fordern heraus – auf mehreren Ebenen und durch viele Schichten hindurch. Im Dialog mit dem Philosophen Thomas Wachtendorf, der die Künstlerin und ihr Schaffen seit einigen Jahren kennt, werden die Bildräume der in Mexiko und Deutschland lebenden Malerin durchwandert. Die gemeinsamen „Gedankenschritte“ führen in die Werke ein und nehmen die Kunst Sandra del Pilars als Ausgangspunkt für den weiterführenden Austausch. Herzliche Einladung zum Mitdenken und -wandern.

In einer beeindruckenden und ganz eigenen Maltechnik wendet sich die Künstlerin Sandra del Pilar den Schattenseiten des menschlichen Seins und unserer Gegenwart zu: Kinder spielen mit den Monstern des Renaissance-Malers Hieronymus Bosch, historische sowie aktuellen Kriege und Kriegsstimmungen werden befragt, eine gemalte Kinderleiche schlägt im Vorbeigehen plötzlich die Augen auf und erwidert den Blick. Vor den großformatigen Werken der in Mexiko und Deutschland lebenden Künstlerin kann man umhergehen, die Standpunkte wechseln und immer neue Perspektiven gewinnen. Del Pilars Bekenntnis zur Figuration steht dabei für ihr Ringen mit und um die Welt: „Ich habe das Gefühl, dass ich die Welt durch das Malen begreifen kann,“ so die Künstlerin in dem begleitenden Katalog.

Die Ausstellung im Museum Wilhelm Morgner entstand gemeinsam mit dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale). Dort war sie 2024 unter dem Titel „Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!“ zu sehen. Beide Ausstellungstitel entstammen Bertolt Brechts Gedicht „An die Nachgeborenen“, das er 1939 im Exil veröffentlichte. Mahnend und bittend wandte er sich in ihm an die jüngeren Generationen. Die Ausstellung im Museum Wilhelm Morgner wurde von Dr. Manja Wilkens und Dr. Annette Werntze kuratiert und ist bis zum 24. August 2025 in Soest zu sehen.      


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Sandra del Pilar - Boschs Kinder

©  Carlo Sintermann
Sandra del Pilar - Boschs Kinder

Werk der Künstlerin Sandra del Pilar mit dem Titel Boschs Kinder