Meldungsdatum: 11.09.2025
Im Zuge der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) wurde das Raumangebot des Aldegrevergymnasiums erweitert. Der bisherige Zwischentrakt mit der offenen Pausenhalle wurde zurückgebaut. An seiner Stelle entstand ein dreigeschossiges Gebäude, das die bestehenden Gebäudeteile verbindet.
Im Erdgeschoss bietet eine moderne, multifunktionale Pausenhalle neue Aufenthaltsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler. Im ersten Obergeschoss sind zwei neue Klassenräume untergebracht, im zweiten Obergeschoss drei weitere. Ein Aufzug sorgt für eine barrierefreie Erschließung des Neubaus und verbessert gleichzeitig die Barriere-Situation im Bestand. Zudem wurde die Fluchtwegsituation des gesamten Schulgebäudes optimiert.
Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt das Projekt ein Zeichen. Die Photovoltaikanlage wurde erweitert, das Dach extensiv begrünt und die Beheizung erfolgt über eine moderne Luftwärmepumpe. Für die Pflanzenbewässerung steht eine Regenwasserzisterne zur Verfügung. Damit wird die Baumaßnahme im historischen Stadtkern zugleich zu einer maßgeblichen Klimaresilienzmaßnahme.
Die technische Gebäudeausstattung wurde komplett erneuert. Besondere Bedeutung hat die Einrichtung eines Notaufenthaltsortes (NAO) mit Notstromtechnik, der für zusätzliche Sicherheit sorgt.
Baukonstruktion und Gestaltung
Der Rohbau wurde in Beton und Kalksandstein errichtet. Dach, Fassade und Fenster erfüllen die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes. Eingesetzt wurden moderne Aluminium-Fensterelemente mit Dreifachverglasung sowie eine mineralische Dämmung der Fassade. Eine zentrale Lüftungsanlage gewährleistet die Versorgung mit beheizter Frischluft.
Kosten und Förderung
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 2,9 Millionen Euro. Unterstützt wurde das Projekt durch Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Schule und Bildung, im Rahmen des Förderprogramms „Belastungsausgleich G9“. Für alle Gymnasien der Stadt Soest stehen hierfür insgesamt 1,4 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.
Zeitschiene der Bauarbeiten
Bedeutung für Schule und Stadt
Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer erinnerte daran, dass das Aldegrevergymnasium vor fast drei Jahrzehnten zeitweise sogar zur Disposition stand. Heute sei klar, so Ruthemeyer, dass die Entscheidung für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Standorts goldrichtig gewesen sei. Die konstant hohen Anmeldezahlen – die besten im Stadtgebiet – belegten den Stellenwert der Schule. „Nicht nur die derzeitigen Schülerinnen und Schüler profitieren von den neuen Räumen, sondern auch alle kommenden Generationen“, unterstrich er.
Auch Schulleiter Martin Fischer würdigte die Investition. Er sprach von einer außergewöhnlich guten Zusammenarbeit mit der Stadt und beschrieb die Rolle des Bürgermeisters dabei als stets offen und pragmatisch. Für ihn sei bemerkenswert, dass in Soest nicht nur Wünsche und Forderungen diskutiert würden, sondern dass tatsächlich vieles ermöglicht werde. „Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten hier märchenhafte Voraussetzungen“, sagte Fischer. Das neue Gebäude sei architektonisch durchdacht, angenehm gestaltet und biete hervorragende Bedingungen für Lernen und Schulleben. Zudem hob er hervor: „Der neue Schulhof ist so schön geworden, dass er nach Schulschluss zu einem Park im Quartier wird.“
Stadt Soest
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Referent für Öffentlichkeitsarbeit: Thorsten Bottin
Am Vreithof 8 - 59494 Soest
Telefon: +49 (02921) 103-9045
E-Mail: pressestelle@soest.de
Internet: https://www.soest.de
Sämtliche Texte können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden. Belegexemplare sind willkommen.
Die Pressestelle Stadt Soest ist Mitglied bei presse-service.de [ www.presse-service.de]. Dort können Sie Nachrichten weiterer Pressestellen recherchieren und als RSS-Feed oder E-Mail abonnieren.