Meldungsdatum: 08.10.2025
Diese Frage stand im Mittelpunkt des Fachtags „Wer darf wann was mit wem? Datenschutz – (k)ein Hindernis im Kinderschutz“, zu dem die Jugendämter im Kreis Soest am 6. Oktober in den Blauen Saal des Soester Rathauses eingeladen hatten.
Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen – von Jugendhilfe, Schule und Medizin bis hin zu Suchtberatung und Gesundheitsamt – diskutierten gemeinsam, wie Datenschutz den Schutzauftrag unterstützt, ohne ihn zu behindern.
Referentin Prof. Dr. Brigitta Goldberg, Juristin und Diplom-Sozialarbeiterin, erläuterte praxisnah die rechtlichen Grundlagen. Besonders wichtig: Das Kindeswohl hat Vorrang – auch vor der Einwilligung der Sorgeberechtigten, wenn Gefahr für ein Kind besteht. Fachkräfte müssen vertraulich handeln, aber auch in Krisen rechtssicher kommunizieren können.
Der Fachtag ist Teil des Netzwerks Kinderschutz, das seit seiner Auftaktveranstaltung im Juni 2024 im Kreis Soest aktiv ist. Vier Regionalgruppen – Lippstadt, Soest, Kreis Soest und Warstein – treffen sich mehrmals im Jahr, um sich besser zu vernetzen und Abläufe im Kinderschutz zu verbessern. Die jährliche gemeinsame Veranstaltung bietet Raum für fachlichen Austausch und Kooperation.
Organisiert wurde der Fachtag gemeinsam von den Jugendämtern im Kreisgebiet Soest, unterstützt von den Städten Soest, Lippstadt, Warstein und dem Kreis Soest.
Benjamin Öffler (Kreis Soest, Netzwerkkoordination Frühe Hilfen und „kinderstark“), Kerstin Beckschulte (Stadt Lippstadt, Jugendamtsleitung), Christiane Schirk (Netzwerkkoordination Kinderschutz Stadt Lippstadt), Sara Kremer (Netzwerkkoordination Kinderschutz Stadt Soest), Prof. Dr. Brigitta Goldberg (Evangelische Hochschule Bochum), Frank Hilgenkamp (Kreis Soest, Sachgebietsleitung Besondere Soziale Dienste), Helena Junemann (Netzwerkkoordination Kinderschutz Stadt Warstein), Andreas Plenge (Stadt Warstein, Jugendamtsleitung) und Jörg Gawollek (Stadt Soest, Jugendamtsleitung)
Stadt Soest
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