Meldungsdatum: 10.10.2025

Besser vorbereitet bei Starkregen: Das tut Dortmund für den Überflutungsschutz

Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge am 13. Oktober

Starkregen kann verheerende Folgen haben. Die Flut von 2021 hat es deutlich gezeigt: Unwetter sind unberechenbar und können das öffentliche Kanalnetz an seine Grenzen bringen. Wenn das Wasser nicht mehr wegfließen kann, droht Hochwasser. Hauseigentümer*innen sollten daher ihre Immobilie bestmöglich schützen – und auch die Stadt arbeitet seit Jahren intensiv daran, Dortmund immer besser auf Starkregen vorzubereiten. Eine Zwischenbilanz anlässlich des Internationalen Tags der Katastrophenvorsorge.

Top-Ausflugsziel, begehrter Wohnort – und Schutzengel für Dortmund, das ist der PHOENIX See. „Den Starkregen im Juli 2021, als in NRW und Deutschland ganze Regionen überflutet wurden, haben wir in Dortmund relativ unbeschadet überstanden. Das lag auch an unserem PHOENIX See. Denn der ist nicht nur Freizeitziel, er ist technisch gesehen unser größtes Hochwasserrückhaltebecken. Er hat also genau das für alle geleistet, was er sollte, nämlich Überflutungen verhindern. Darauf können wir als Stadt Dortmund und Emschergenossenschaft besonders stolz sein“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Westphal.

Der PHOENIX See fasst normalerweise 600.000 Kubikmeter Wasser. Zusätzlich kann er im Fall eines Hochwassers ca. 235.000 Kubikmeter aufnehmen. Das war bislang erst einmal nötig – am 14. Juli 2021. „Damals hielt der See ca. 160.000 Kubikmeter Wasser zusätzlich zurück, das entspricht rund 70 Prozent seines maximal zur Verfügung stehenden Speichervolumens. Ohne diesen Rückhalt wären unterliegende Wohngebäude und die Stadtbahnlinie U 41 akut von einer Überschwemmung bedroht gewesen“, sagt Baudezernent Arnulf Rybicki mit Blick auf die bangen Stunden, als der Regen nicht aufhören wollte und immer größere Wassermassen die Stadt bedrohten. 

Und die Stadt Dortmund arbeitet weiter am Hochwasserschutz. In den vergangenen Jahren sind mehrere neue Bauwerke und Anlagen in Betrieb gegangen, die für ihre jeweilige Nachbarschaft eine große Rolle spielen – auch, wenn man von ihnen manchmal nichts sieht, weil sie unter der Erde liegen. Einige Beispiele:

Stadt Dortmund und Emschergenossenschaft arbeiten eng zusammen

Neben der Stadt sind Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) wichtige Player in Sachen Hochwasserschutz in Dortmund. Die Zusammenarbeit ist eng, eine zweite Kooperationsvereinbarung haben Oberbürgermeister Thomas Westphal und Prof. Dr. Uli Paetzel, EGLV-Vorstandsvorsitzender, erst kürzlich unterzeichnet. „Konkret investieren wir 50 Millionen Euro. Neue Dämme, weitere Rückhaltebecken und Flächen entstehen. Denn Sicherheit geht vor, aber wir können sie eben auch klug als Erholungsraum gestalten“, so Thomas Westphal. Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Kooperation über 100 Mio. Euro vereinbart, die Dortmunds Weg zur Schwammstadt beschleunigen und die Stadt besser auf Hitze vorbereiten soll.

Bauwerke der Emschergenossenschaft in Dortmund – Zahlen, Daten, Fakten

In ihrem Einzugsgebiet unterhält die Emschergenossenschaft zahlreiche Hochwasserrückhaltebecken – auch auf Dortmunder Stadtgebiet: zum Beispiel an der Vieselerhofstraße in Aplerbeck, am Nagelpötchen in Schüren oder an den Emscher-Auen in Mengede.

Diese beiden Großprojekte sind in jüngster Vergangenheit dazu gekommen:

Hochwasserrückhaltebecken Emscher-Auen in Mengede/Castrop-Rauxel:

Hochwasserrückhaltebecken Ellinghausen

Kostenlose Beratung für Bürger*innen

Wer sein eigenes Haus bestmöglich vor Überflutung schützen möchte, kann sich dazu kostenlos von der Stadtentwässerung Dortmund beraten lassen. Alle Infos dazu gibt es hier: Starkregen und Hochwasser | dortmund.de

Jedes begrünte Dach, jede entsiegelte Fläche, jede Fassadenbegrünung trägt dazu bei, dass das Überflutungsrisiko sinkt. Eigentümer*innen können sich Projekte zur Erhöhung der Klimaresilienz fördern lassen. Mehr Infos gibt es bei der EGLV Gründach Förderung: 50 €/m² für Dachbegrünung


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Blick auf den PHOENIX See vom Kaiserberg. Der See ist nicht nur ein beliebtes Freizeitziel und ein nachgefragter Wohnort. Er leistet auch einen großen Beitrag für den Überflutungsschutz in Dortmund.

©  Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Blick auf den PHOENIX See vom Kaiserberg. Der See ist nicht nur ein beliebtes Freizeitziel und ein nachgefragter Wohnort. Er leistet auch einen großen Beitrag für den Überflutungsschutz in Dortmund.


2024 ist an der Wittener Straße / Ecke Vogelpothsweg in Dorstfeld ein gigantisches unterirdisches Rückhaltecken in Betrieb gegangen. Mit einem Fassungsvermögen von rund 7000 Kubikmetern Wasser, einer Tiefe von 7,5 und einer Breite von 40 Metern entlastet es bei Starkregen den Kanal – und schützt so vor Überflutungen. Von oben sieht man heute nichts mehr vom unterirdischen Riesenbecken. Dort, wo früher die Baugrube war, sind heute ein Parkplatz für das Bürgerhaus Pulsschlag und eine Wildblumenwiese.

©  Stadt Dortmund
2024 ist an der Wittener Straße / Ecke Vogelpothsweg in Dorstfeld ein gigantisches unterirdisches Rückhaltecken in Betrieb gegangen. Mit einem Fassungsvermögen von rund 7000 Kubikmetern Wasser, einer Tiefe von 7,5 und einer Breite von 40 Metern entlastet es bei Starkregen den Kanal – und schützt so vor Überflutungen. Von oben sieht man heute nichts mehr vom unterirdischen Riesenbecken. Dort, wo früher die Baugrube war, sind heute ein Parkplatz für das Bürgerhaus Pulsschlag und eine Wildblumenwiese.


Die Anwohner Nils Hasche (r.) und Berthold Meyer (l.) sind erleichtert: Der neue Gewässerdurchlass schützt ihre Häuser vor Überflutung. Mario Niggemann (2.v.l.) und Dr. Christian Falk (3.v.l.) von der Stadtentwässerung haben gemeinsam mit der Firma Stein Ingenieure und dem Bezirksbürgermeister Michael Depenbrock (2.v.r.) das Bauwerk im Sommer 2025 präsentiert.

©  Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Die Anwohner Nils Hasche (r.) und Berthold Meyer (l.) sind erleichtert: Der neue Gewässerdurchlass schützt ihre Häuser vor Überflutung. Mario Niggemann (2.v.l.) und Dr. Christian Falk (3.v.l.) von der Stadtentwässerung haben gemeinsam mit der Firma Stein Ingenieure und dem Bezirksbürgermeister Michael Depenbrock (2.v.r.) das Bauwerk im Sommer 2025 präsentiert.


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