Meldungsdatum: 10.10.2025
Ein wichtiger Lückenschluss für den Radverkehr in Soest ist in Sicht: Die Velo-Route, die künftig den Bahnhof Soest mit dem Gewerbegebiet und weiter bis zum Möhnesee verbinden soll, kann in einem wesentlichen Abschnitt fortgeführt werden. Über den aktuellen Sachstand informierten am Donnerstag Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, Stadtbaurat Matthias Abel, Carsten Kirchhoff von der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW mbH sowie Hans-Peter Kemmler von der DB InfraGO AG.
Mit dem neuen Streckenabschnitt wird eine langjährige Planung Realität: Das bisher fehlende Stück über das Bahngelände in Richtung Bahnhof kann nun umgesetzt werden. Damit erfüllt sich – kurz vor dem Ende seiner Amtszeit – ein lang gehegter Wunsch von Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer.
„Ich freue mich sehr, dass wir diesen Baustein der Velo-Route jetzt gemeinsam auf den Weg bringen. Damit entsteht die Chance auf eine durchgängige Verbindung vom Möhnesee bis zum Bahnhof – ein weiterer Schritt hin zu einer modernen, fahrradfreundlichen Stadt“, sagte Ruthemeyer.
Knick in der Trasse und neue Fahrradbrücke geplant
Da die Bahn aus betrieblichen Gründen Teile der Schienenflächen weiterhin für den Einsatz von Schienenbaufahrzeugen benötigt, kann der Radweg auf den letzten Metern nicht über die alte Gleistrasse geführt werden. Stattdessen wird die Strecke einen leichten Knick machen und durch eine Grünfläche verlaufen. Geplant ist außerdem der Bau einer neuen Fahrradbrücke bei der Walburger Unterführung, die die Verbindung zum Bahnhof komplettiert.
Stadtbaurat Matthias Abel betonte die Bedeutung des Projekts: „Diese Lösung ist eine klassische Win-Win-Situation – die Bahn behält ihre betrieblichen Möglichkeiten, und die Stadt gewinnt eine wichtige Radverkehrsverbindung hinzu.“
Im Zuge der Gesamtmaßnahme ist zudem in den kommenden drei Jahren die Teilentdeckelung der Walburger Unterführung vorgesehen. Diese Maßnahme wird den Bereich rund um den Bahnhof weiter aufwerten, die Verkehrsführung verbessern und die Verknüpfung zwischen Rad-, Fuß- und Bahnverkehr nochmals attraktiver gestalten.
„Im Bahnumfeld muss man an viele Dinge denken – von Nutzungsrechten über technische Abstimmungen bis hin zu betrieblichen Anforderungen“, erläuterte Hans-Peter Kemmler von der DB InfraGO.
Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bahn als Erfolgsfaktor
Bürgermeister Ruthemeyer betonte, wie wichtig es war, dass die Stadt Soest bereits vor einigen Jahren die Gelegenheit genutzt hat, nördlich des Bahnhofs Flächen von der Bahn zu erwerben: „Damals war das ein strategisch sehr kluger Schritt – heute profitieren wir davon.“
Der Bürgermeister zeigte sich außerdem sehr zufrieden mit der städtebaulichen Entwicklung rund um den Bahnhof. In den vergangenen Jahren sei dort ein deutlich attraktiveres und lebendigeres Umfeld entstanden – mit neuen Wegeverbindungen, moderner Gestaltung und einer stärkeren Verknüpfung von Bahn, Bus, Rad- und Fußverkehr. „Der Bereich rund um den Bahnhof hat sich zu einem echten Eingangstor in die Stadt entwickelt“, so Ruthemeyer.
Carsten Kirchhoff von der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW lobte die enge und konstruktive Zusammenarbeit:
„Das erleben wir nicht überall – hier in Soest haben wir ein Team, das sich mit großem Engagement einbringt. Die Stadt ist im Bereich Radverkehr und Fahrradrouten-Ausbau ein echtes Vorbild.“
Mit dem neuen Abschnitt setzt die Stadt Soest einen weiteren Baustein ihrer nachhaltigen Mobilitätsstrategie um. Die Velo-Route wird künftig eine leistungsfähige, sichere und attraktive Verbindung schaffen – als Teil einer fahrradfreundlichen Infrastruktur, die Soest und die Region stärker vernetzt.
Über den neuen Abschnitt der Velo-Route informierten Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, Stadtbaurat Matthias Abel, Carsten Kirchhoff von der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW mbH sowie Hans-Peter Kemmler von der DB InfraGO AG.
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