Meldungsdatum: 28.10.2025
Die NS-Dokumentationsstelle des Kreises Viersen startet am Samstag, den 8. November, ihre erste öffentliche Aktion: Drei Wochen lang werden Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, in ihrem Besitz nach Dokumenten, Fotos, Filmmaterial und Gegenständen aus der Zeit von 1933 bis 1949 zu suchen.
Gesucht werden Briefe und Postkarten, Fotografien und Filme, Dokumente wie Ausweise oder Rationierungskarten, aber auch Gegenstände wie Lebensmittelmarken oder Abzeichen. Besonders interessant sind auch Materialien aus der Nachkriegszeit (1945 bis 1955) zu Themen wie Entnazifizierung, Flucht und Vertreibung oder dem Wiederaufbau.
„Viele Menschen bewahren in ihren Familien Dokumente aus der NS-Zeit auf, ohne zu wissen, wie wertvoll diese für die Geschichtsforschung sind“, erläutert Dr. des. Angelina Pils, die seit August den Aufbau der Dokumentationsstelle koordiniert. „Private Haushalte sind häufig die letzten Orte, an denen solche authentischen Alltagsquellen erhalten geblieben sind.“
Am Aktionstag, 8. November, von 11 bis 15 Uhr können Interessierte ihre Funde vorbeibringen und direkt eine Einschätzung von Fachleuten erhalten. In den folgenden drei Wochen bis zum 29. November ist eine Abgabe während der regulären Öffnungszeiten möglich. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität wird auch eine Abholung nach vorheriger Vereinbarung angeboten.
NS-Dokumentationsstelle
Die NS-Dokumentationsstelle ist im Kreisarchiv Viersen eingerichtet worden und soll durch Forschung und Bildungsarbeit zu einer demokratischen Erinnerungskultur in der Region beitragen.
Die wissenschaftliche Auswertung der überlassenen Materialien soll später der Öffentlichkeit in geeigneter Form präsentiert werden.
Anfragen können jederzeit per E-Mail an ns-dokumentationsstelle@kreis-viersen.de gestellt werden. Weitere Informationen zur NS-Dokumentationsstelle finden Interessierte unter www.kreis-viersen.de/kreisarchiv
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