Meldungsdatum: 04.11.2025
Erstmalig ist der seit 1953 vergeben Kunstpreis geteilt worden. Das Preisgeld von zuletzt 15.000 € konnte in Anbetracht der Teilung erhöht werden und beträgt in diesem Jahr 10.000 € pro Künstlerin bzw. Künstler. Der Wilhelm Morgner-Preis wird von dem Förderverein Wilhelm Morgner e. V. / Haus zum Spiegel, der Sparkasse Hellweg-Lippe und der Stadt Soest ausgelobt.
Nach einer engagierten Begrüßungsrede überreicht der neue Bürgermeister der Stadt Soest, Marcus Schiffer, gemeinsam mit Ulrich Kleinetigges, Vorstand der Sparkasse Hellweg-Lippe, Dr. Thomas Oyen, 1. Vorsitzender des Fördervereins Wilhelm Morgner e. V. und Leiter des Hauses zum Spiegel, sowie Michael Stockhausen, Leiter der Soester Museen, die Urkunden.
Die Jury, die jeweils ein Werk auszeichnete, begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: „Angelika J. Trojnarskis Arbeiten gehen auf einen künstlerischen Prozess zurück, der sich bewusst den Dingen stellt, die wir nicht vollständig erfassen können.“ Das ausgezeichnete Werk Forest Bathing (2022) zeige, „was sich außerhalb unserer unmittelbaren Wahrnehmung abspielt. In einem Zusammenspiel von denkbaren und scheinbar willkürlich auftauchenden Formen fokussiert das Werk eine bewusst universelle Wahrnehmung, die mehr zulässt, als wir gleichzeitig erfassen können.“ (Auszug aus der Laudatio von Dr. Alexander Leinemann, abgedruckt im Katalog zum Wilhelm Morgner-Preis 2025)
„Hamid Yaraghchi bringt eine Perspektive in die deutsche Malereilandschaft ein, die nicht nur transkulturell, sondern zutiefst introspektiv und bildkritisch ist. Im Siegerbild Birdwoman (2023) aus der Serie Lying Memories – Effaced Images begegnen wir einer Malerei, die, so der Künstler – versucht, ‚die Konturen dessen nachzuzeichnen, was sich dem Zugriff entzieht: ein flüchtiger Moment, ein verblassendes Bild, eine Präsenz, die nicht mehr da ist und doch noch spürbar bleibt.‘“ (Auszug aus der Laudatio von Dr. Sandra del Pilar, abgedruckt im Katalog zum Wilhelm Morgner-Preis 2025)
Aus knapp 300 Bewerbungen und zuletzt 10 Nominierten konnten sich Angelika J. Trojnarski und Hamid Yaraghchi durchsetzen. Nach intensiven Stunden der Sichtung aller Bewerbungen und einem Termin in der Ausstellung der 10 Finalteilnehmenden hatte sich die Jury nicht auf eine Position einigen können. Einerseits ist dies ein Zeichen für die hohe Qualität der eingereichten Werke, die noch bis zum 23.11.2025 im Museum Wilhelm Morgner zu sehen sind. Anderseits lässt sich hieraus die Intensität der Jurierung ablesen. Der Jury 2025 gehörten Dr. Sandra del Pilar (Künstlerin und Kunsthistorikerin), Dr. Alexander Leinemann (Kunsthistoriker), Frau Dr. Nora Jäger (Kunsthistorikerin, Universität Bonn), Frau Heike Kropff (Leiterin LWL-Museumsamt), Dr. Thomas Oyen (1. Vorsitzender Förderverein Wilhelm Morgner e. V.), Frau Dr. Martina Padberg (Direktorin des Kunstmuseum Ahlen), Dr. Thomas Wachtendorf (Philosoph, Universität Oldenburg), Dr. Annette Werntze (2. Vorsitzende Förderverein Wilhelm Morgner e. V.)
Die Ausstellung zum Wilhelm Morgner Preis 2025 ist noch bis zum 23.11.2025 im Museum Wilhelm Morgner zu sehen. Teilnehmende sind: Leandro Cultraro, Eunjeong Kim, Bernhard Kock, Christian Krieter, Katharina Kühne, Mona Pourebrahim, Jeehye Song, Angelika J. Trojnarski, Markus Willeke, Hamid Yaraghchi
Am Donnerstag, 20.11.25, 18 Uhr, bieten Thomas Wachtendorf (Jurymitglied und Philosoph) und Michael Stockhausen (Kunsthistoriker, Leiter der Museen der Stadt Soest) einen abschließenden Ausstellungsrundgang zum Morgner-Preis 2025 zwischen Kunst und Philosophie an, Eintritt frei.
Ulrich Kleinetigges (Vorstand Sparkasse Hellweg-Lippe), Dr. Thomas Oyen (1. Vorsitzender Förderverein Wilhelm Morgner e. V.), Angelika J Trojnarski (Künstlerin), Hamid Yaraghchi (Künstler), Marcus Schiffer (Bürgermeister der Stadt Soest), Michael Stockhausen (Leiter der Museen der Stadt Soest),
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