In der Kulturkirche Neu-St. Thomä, und damit ganz konkret an einem Beispiel vor Ort, tauschten sich Fachleute über die Folgen von Kirchenschließungen sowie über mögliche neue Nutzungen aus. Als Gastgeber stellt sich die Stadt Soest diesem Thema ganz bewusst und nimmt die Auswirkungen auf Stadtbild und gesellschaftliches Leben aktiv in den Blick.
Kirchen sind nicht nur prägende Bauwerke, sondern Identitätsorte und soziale Zentren. Werden sie aufgegeben, entstehen räumliche und soziale Leerstellen. In Soest stand daher der Weg von der drohenden Schließung bis zur erfolgreichen Neunutzung im Mittelpunkt. Neben einem Überblick über aktuelle Entwicklungen in Soest und die Idee der Kulturkirche Neu-St. Thomä umfasste das Programm Arbeitsphasen zu Akteuren, zu den Umbruch begleitender Kommunikation, zu Handlungsspielräumen und Finanzierungsmöglichkeiten. Auch ein Rundgang durch die Stadt zählte zum Programm. Ergänzend konnte die Ausstellung „Kirchen als Vierte Orte“ besucht werden.
"Wir wollen zu diesem Thema im Austausch bleiben und weiterhin von Best-Practice-Erfahrungen anderer Kommunen profitieren", erklärte Soests Stadtbaurat Matthias Abel, der gemeinsam mit Mitarbeitenden aus dem Denkmalschutz an der Fachtagung teilnahm. Das Ziel der Arbeitsgruppe bleibt es, gemeinsam mit Kirchen, Zivilgesellschaft und weiteren Partnern tragfähige Lösungen für den Umgang mit nicht mehr benötigten Kirchengebäuden zu entwickeln und die Innenstadt sowie die Quartiere auch im Wandel zu stärken.