Meldungsdatum: 21.11.2025
Die Aktionstage vom 25. November bis zum 10. Dezember 2025 machen auf das weltweit leider weiterhin aktuelle Thema „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ aufmerksam und auch die Stadt Soest möchte einen Beitrag zur Gewaltprävention leisten. An den "Orange Days" werden deshalb der Weihnachtsmarkt sowie mehrere Gebäude in der Stadt orange beleuchtet, darunter die Stadthalle am Dasselwall, die Stadtbücherei, das Rathaus I am Vreithof sowie die St.-Petri- und die St.-Patrokli-Kirche. Außerdem wird auf dem Rathaus die Flagge dieser UN-Kampagne wehen.
"Unsere Botschaft ist ganz eindeutig: Wir sagen Nein zu jeglicher Form von Gewalt gegen Frauen", erklärt Bürgermeister Marcus Schiffer. "Und ich appelliere an alle Soesterinnen und Soester, sich gegen Gewalt an Frauen einzusetzen, wenn sie davon erfahren."
Den Rahmen der „Orange Days“ bilden zwei internationale Gedenktage: Der 10. Dezember ist der Internationale Tag der Menschenrechte und der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Weltweit wird mit verschiedenen Aktionen auf diese Themen aufmerksam gemacht.
Bettina Kramer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Soest, erklärt anhand von Zahlen die große Dimension des Themas: "Bereits im Jahr 2024 gab es in Deutschland einen traurigen Rekord bei der häuslichen Gewalt mit über 265.000 Betroffenen, wobei Frauen mit 73 Prozent der Fälle den Großteil ausmachten. Diese Tendenz setzt sich in 2025 mit weiter steigenden Zahlen fort." Besonders dramatisch: Durch die Gewalt ihres Partners, Ex-Mannes, Bekannten oder Lebensgefährten starben bis in diesem Jahr in Deutschland bisher 137 Frauen. "Es bleibt eine gemeinsame Verantwortung, für Veränderungen zu sorgen und die Prävention geschlechtsbezogener Gewalt in die öffentliche Aufmerksamkeit zu rücken."
Die Kampagne wird in Soest durch weitere Angebote ergänzt.
Bettina Kramer verweist außerdem auf das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ - ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben. Unter der Nummer 08000 116 016 werden Betroffene und Angehörige rund um die Uhr von qualifizierte Beraterinnen unterstützt, auch mehrsprachig.
Anlässlich des letzten Treffens der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Soest am 12. November 2025 in Erwitte: (von links) Birgit Wortmann, Stadt Erwitte; Beate Hoffmann, Gemeinde Lippetal; Martina Schumacher, Gemeinde Bad Sassendorf; Bettina Kramer, Stadt Soest; Sandra Zöller, Gemeinde Wickede; Daniela Franken, Stadt Lippstadt; Beate Meyer, Stadt Werl; Carina Klötzer, Gemeinde Anröchte.
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