Meldungsdatum: 25.11.2025
Frauen der Dortmunder Frauenverbände und Menschen aus der ganzen Stadt trafen sich, um die Namen von 88 Frauen zu verlesen, die in diesem Jahr in Deutschland von Männern getötet wurden. Sie machten diese dokumentierten Femizide mit Kerzen und Tafeln sichtbar.
„Benennen wir diese Taten beim Namen, und wir sprechen über sie, weil das Schweigen immer der schlimmste Verbündete von Gewalt ist“, sagte Oberbürgermeister Kalouti, der die Mahnwache mit einem Statement einläutete. „Diese Frauen wurden getötet, weil sie Frauen waren. Weil sie ihr eigenes Leben leben wollten, weil sie selbstbestimmt leben wollten, weil sie selbst entscheiden wollten und weil sie eigene Grenzen setzen wollten. Das passiert nicht an Rande unserer Gesellschaft, sondern mitten in unserer Gesellschaft.“ Dortmund müsse eine Stadt sein, in der sich jede und jeder sicher fühle, sagte Kalouti. „Wir brauchen mehr Prävention, Schutz und konsequente Hilfe. Was wir nicht mehr brauchen, ist Symbolpolitik und schöne Reden.“ Der Masterplan Istanbul Konvention der Stadt Dortmund solle nun zügig beendet werden, sagte der Oberbürgermeister. Die Instanbul Konvention ist ein Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.
„Der 25. November ist ein Tag des Gedenkens, aber auch ein Tag des Hinsehens und der Verantwortung“, sagte Dortmunds Gleichstellungsbeauftragte Maresa Feldmann. „Wir stehen hier, weil Gewalt gegen Frauen keine Privatsache ist. Weil sie kein Schicksal ist. Weil sie alle eingeht. Gewalt gegen Frauen muss gesellschaftlich sichtbar und geächtet werden. Deshalb machen wir heute, gemeinsam mit den Dortmunder Frauenverbänden, sichtbar, was sonst oft unsichtbar bleibt.“
Stadt Dortmund
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