Meldungsdatum: 05.01.2026
Die Baumaßnahme soll weitere innerstädtischen Straßen und Plätze zukunftsfähig zu gestalten. Neben der Erneuerung der teils stark beanspruchten Verkehrsflächen stehen insbesondere Klimaschutz, Barrierefreiheit und eine höhere Aufenthaltsqualität im Mittelpunkt. Die letzte grundlegende Erneuerung der betroffenen Bereiche liegt rund 30 Jahre zurück – seither ist nicht nur das seinerzeit verwendete Pflaster an vielen Stellen weggebröckelt, sondern es haben sich auch die Anforderungen an eine moderne Innenstadt deutlich verändert.
„Mit dem Start der Bauarbeiten am Potsdamer Platz investieren wir ganz bewusst in die Zukunft unserer Altstadt“, betonte Bürgermeister Marcus Schiffer anlässlich des symbolischen ersten Spatenstichs mit Vertreterinnen und Vertretern der Ratsfraktionen, der Verwaltung und den beteiligten Bau- und Planungsunternehmen am 5. Januar. „Wir schaffen attraktive, barrierefreie und klimaangepasste Räume, in denen sich Bürgerinnen und Bürger gerne aufhalten. Gleichzeitig stärken wir die Funktion der Innenstadt als Treffpunkt mit großer Aufenthaltsqualität und als wichtigen Mobilitätsknoten.“
Die Umgestaltung des Potsdamer Platzes wird - je nach Witterung - bis in den April dauern. Daran schließen sich dann bis September 2026 die Arbeiten in den Abschnitten Jakobistraße mit Marktstraße und Marktstraße bis Petristraße an. Dabei werden bestehende Bäume erhalten und in ihrem Standort verbessert. Zusätzlich werden insgesamt sechs klimaresistente Bäume neu gepflanzt und mobiles Grün in Form von bepflanzten Großgefäßen aufgestellt. Sitzbänke laden künftig zum Verweilen ein, ein Trinkbrunnen erhöht die Aufenthaltsqualität besonders an warmen Tagen. Der Einsatz von hellem Asphalt trägt dazu bei, die Aufheizung der Flächen zu reduzieren. Neue LED-Straßenleuchten sorgen für eine moderne und energieeffiziente Beleuchtung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Barrierefreiheit: Gehwege werden mit hochwertigem Natursteinkleinpflaster ausgeführt, Querungsstellen erhalten taktile Leitsysteme nach DIN-Norm. Zudem werden drei Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut, zwei davon mit neuen Fahrgastunterständen ausgestattet. Damit wird die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für alle Menschen erleichtert.
Die Gesamtmaßnahme kostet knapp 3,5 Millionen Euro und wird maßgeblich durch Fördermittel unterstützt. "60 Prozent der förderfähigen Kosten stammen aus Bundes- und Landesmitteln des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der ISEK-Städtebauförderrichtlinie 2023", betonte Marcus Schiffer und dankte den Fördergebern ausdrücklich. Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen wird darüber hinaus mit 90 Prozent durch den Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) gefördert.
Die Baufläche umfasst insgesamt 4150 Quadratmeter. Die Bauarbeiten darauf erfolgen in sieben Bauabschnitten, die durch unterschiedliche Straßensperrungen und Umleitungen begleitet werden. Die Stadt Soest bittet hierfür um Verständnis und wird Anliegerinnen, Anlieger sowie die Öffentlichkeit fortlaufend informieren. Die anliegenden Häuser und Geschäfte sollen durchgängig fußläufig erreichbar bleiben.
Bürgermeister Marcus Schiffer hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Ratsfraktionen, der Verwaltung und der beteiligten Planungs- und Bauunternehmen die Arbeiten zur Neugestaltung des Potsdamer Platzes gestartet.
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