Meldungsdatum: 23.01.2026
Das Kommunale Energiemanagement-System (Kom.EMS) bietet Kommunen eine professionelle und kostenfreie Hilfestellung bei der Einführung eines Energiemanagements. NRW.Energy4Climate hat den Kreis Viersen im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums als ersten Kreis in Nordrhein-Westfalen nach Kom.EMS-Standards zertifiziert. Ministerin Mona Neubaur hat gestern (22. Januar) das Siegel übergeben.
Die Einführung eines Energiemanagements ist die wirtschaftlichste Art, Klimaschutz in öffentlichen Gebäuden zu betreiben. Denn Kommunen können mit Hilfe eines solchen Systems ihren Energieverbrauch optimieren und Kosten senken. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt den NRW-Kommunen das System kostenfrei zur Verfügung und übernimmt die Kosten der Erstzertifizierung nach dem Kom.EMS-Standard.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Wenn Kommunen Energie klug managen, profitieren alle: die Umwelt, die öffentlichen Haushalte und die Bürgerinnen und Bürger. Der Kreis Viersen macht vor, wie modernes digitales Energiemanagement hilft, Energieverbräuche transparent zu machen, Einsparpotenziale zu nutzen und dauerhaft Kosten zu senken. So wird Klimaschutz konkret, wirtschaftlich sinnvoll und im Alltag spürbar.“
Christian Mildenberger, Geschäftsführer von NRW.Energy4Climate: „Die Ausgaben für Energie gehören oft zu einem größeren Kostenpunkt einer Kommune. Kom.EMS hilft dabei, Ausgaben zu optimieren und zu begrenzen. In Zeiten hohen finanziellen Drucks in den Kommunen ist das eine echte Entlastung. Ich freue mich sehr, dass der Kreis Viersen den Anfang in Nordrhein-Westfalen gemacht hat. Zahlreiche weitere Kommunen stehen bereits in den Startlöchern, um ihren Energieverbrauch mit Kom.EMS effizient zu managen.“
Zertifiziert hat NRW.Energy4Climate die Wirksamkeit der eingesetzten Energiemanagement-Instrumente. So konnte der Kreis mit Hilfe der Tools Optimierungen für Heizkurven und Heizwerte erarbeiten und Einsparmöglichkeiten bei Nacht- und Wochenendabsenkungen erkennen. Diese Optimierungen waren ohne Investitionskosten möglich. Darüber hinaus wurden technische Optimierungen am Heizungssystem des Kreishauses in Viersen durchgeführt. So wurden etwa große Pufferspeicher aus dem System entfernt und die Heizung auf eine neue Gebäudesteuerung umgestellt.
Durch die Nutzung der Kom.EMS-Tools hat sich ein Energieteam im Kreis gebildet, das die Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen (Heizungstechnik, Elektrotechnik, Gebäudeautomation) bündelt und gemeinsam Probleme schnell und effizient löst.
Ingo Schabrich, Kreisdirektor im Kreis Viersen: „Seit 2013 betreiben wir beim Kreis Viersen bereits ein aktives Energiemanagement, um unsere Verbräuche zu reduzieren. Allein über die letzten drei Jahre hinweg konnten wir so etwa den Wärmebedarf im Kreishaus um rund 23 Prozent senken, was dem Jahresheizbedarf von rund 35 Einfamilienhäusern entspricht. Durch das Energiemanagement-System nach Kom.EMS wollen wir weitere Optimierungen der Energieverbräuche unserer kreiseigenen Gebäude erzielen. Hierzu gehören sowohl die optimierte Betriebsführung der Bestandsgebäude und Bestandsanlagen wie auch deren Verbesserung durch gezielte Investitionen.“
Über das Energiemanagement-System Kom.EMS
Kom.EMS ist eine gemeinsame Entwicklung der Energieagenturen Baden-Württembergs, Sachsens, Sachen-Anhalts und Thüringens. Kom.EMS bietet die Möglichkeit, das Energiemanagement einer kommunalen Verwaltung anhand von transparenten Kriterien zu bewerten, zu optimieren und zu verstetigen. Mit dem onlinebasierten Werkzeug können Kommunalverwaltungen ihre Energiesparerfolge messen und beispielsweise die Wirksamkeit von Förderprogrammen überprüfen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Programm und ermöglicht den NRW-Kommunen die kostenfreie Nutzung.
Weitere Informationen sind zu finden unter: https://www.komems.de/
v.l.n.r.: Ralph Joepen (Energieteam Kreis Viersen), Christian Klöpsch (Energieteam Kreis Viersen), Lars Hill (Energieteam Kreis Viersen), Bernd Schulze (Energieteam Kreis Viersen), Tobias Thonemann (Energieteam Kreis Viersen), Christian Mildenberger (Geschäftsführer Energy4Climate), Kreisdirektor Ingo Schabrich, Mona Neubaur (Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW), Guido Görtz (Landtagsabgeordneter), Jörg Papenkort (Abteilungsleiter Gebäudemanagement Kreis Viersen), Maria Pantiou (Fachexpertin Kommunales Energiemanagement Energy4Climate) und Meral Thoms (Landtagsabgeordnete).
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