Meldungsdatum: 27.01.2026
Landkreis Kassel. Jedes Jahr wird in Deutschland über 16 Millionen Mal operiert. Während Operationen für das medizinisches Personal zum Berufsalltag gehören, empfinden viele Patienten vor einem Eingriff Ängste – beispielsweise, ob die Narkose tief genug ist, um wirklich nichts von der OP zu spüren. Bei einer OP in den Kreiskliniken Kassel ist diese Sorge unbegründet, weil die Hirnströme der Patienten während des Eingriffs überwacht werden.
Zum grundlegenden Monitoring während einer Operation gehören standardmäßig die Messung von EKG, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Körpertemperatur. Bei beatmeten Patienten kommen zusätzliche Messungen wie die des Narkosegases oder der ausgeatmeten CO2-Konzentration hinzu. Die Tiefe der Narkose wird durch Elektroenzephalographie (EEG) ermittelt und ist ein entscheidender Bestandteil der Überwachung des Zentralen Nervensystems. In den Kreiskliniken kommt hierfür der hochmoderne Narcotrend Monitor zum Einsatz.
Mohamed Al Batani, Chefarzt der Anästhesie und Facharzt für Anästhesiologie und Notfallmedizin, erläutert die Funktionsweise: „Das Gerät misst die Hirnströme und zeigt dem medizinischen Personal genau, wie tief ein Patient schläft. So kann die Narkose jederzeit optimal eingestellt werden. Es ist, ergänzend zu den üblichen Überwachungsmechanismen, wie ein zusätzlicher Sicherheitsgurt im Operationssaal. Denn wir sehen sofort, ob die Narkose richtig ist. Das gibt nicht nur den behandelnden Personen, sondern auch den Patientinnen und Patienten mehr Sicherheit.“
Auch nach dem Eingriff zeigen sich deutliche Vorteile: Patienten wachen schneller auf, und Nebenwirkungen wie Schwindel oder Übelkeit treten seltener auf.
Betriebsleiter Silvan Uick unterstreicht die Bedeutung: „Das Wohl der Patientinnen und Patienten sowie die Behandlungssicherheit haben für uns oberste Priorität. Sie können sich sicher sein, bei uns die bestmögliche Überwachung zu bekommen.“
LANDKREIS KASSEL
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