Meldungsdatum: 30.01.2026
Ziel des Wettbewerbs war es, den Ausbau erneuerbarer Energien mit höherem gestalterischen Anspruch zu verbinden und zugleich funktionale, neuartige Ideen sichtbar zu machen.
Die Prämierungsveranstaltung fand am 29. Januar 2026 im Rathaus der Stadt Soest statt. Bürgermeister Marcus Schiffer übergab persönlich die Auszeichnungen an die Preisträgerinnen und Preisträger. „Gute Ideen für die Energiewende verdienen Anerkennung und Unterstützung“, betonte Schiffer bei der Preisverleihung.
Beim Wettbewerb wurden zwei unterschiedliche Preisrichtungen verfolgt: Zum einen wurden bereits umgesetzte Anlagen gewürdigt, zum anderen erhielten auch Projekte Anerkennung, die sich noch in Planung oder Vorbereitung befanden. Gesucht waren bewusst alternative Ansätze, bei denen Photovoltaik nicht nur technisch überzeugt, sondern sich in Gestaltung und Nutzungsidee in Gebäude, Freiflächen oder das Stadtbild einfügt – und damit zeigt, dass Energiewende auch „schön“ und durchdacht funktionieren kann.
Ein Beispiel für eine bereits umgesetzte Lösung ist das Projekt von Frau Ludwig: Auf ihrer Terrasse wurde eine klassische Markise durch ein Photovoltaikmodulvordach ersetzt. Das neue Dach sorgt nicht nur für eine spürbare Verschattung und damit für ein kühleres Wohnzimmer, sondern schafft zugleich einen angenehm kühlen, vor allem wetterfesten Unterstand auf der Terrasse. Und ganz nebenbei wird dabei auch Strom erzeugt – eine Kombination aus Komfort, Funktion und erneuerbarer Energie.
Ebenfalls ausgezeichnet wurden die PV-Carports der Volksbank Hellweg sowie die Freiflächen-Photovoltaikanlage der Erneuerbaren Energiegesellschaft Hellweg-Sauerland, die zeigen, wie vielfältig Photovoltaik im Alltag und in größerem Maßstab eingesetzt werden kann.
Auch geplante Vorhaben wurden im Rahmen des Wettbewerbs berücksichtigt: So möchten die Eheleute Kirwald demnächst eine Kombination aus Photovoltaik-Anlage und Gründach umsetzen. Herr Göckeler-Leopold entschied sich bewusst für rote Solarmodule an seiner Altstadtimmobilie. Frau Röttinger wiederum plant integrierte Photovoltaikmodule in der Dachhaut, damit das Dachbild insgesamt ruhiger und für Betrachter ästhetischer wirkt. In beiden Fällen steht die Idee im Vordergrund, Solarmodule nicht als „Störer“ wahrzunehmen, sondern sie möglichst selbstverständlich in das bestehende Stadtbild einzupassen.
Die Stadt Soest zeigte sich mit dem Wettbewerb entsprechend zufrieden – und auch Klimaschutzbeauftragter Tim Scharschuch bewertete die Ergebnisse sehr positiv. Bei der Abschlussveranstaltung kam es zudem zu einem regen Austausch zwischen Gewinnerinnen, Gewinnern und Teilnehmenden. Besonderer Dank galt den Bürgersolarberatern, die den Wettbewerb insgesamt und mehrere Teilnehmende tatkräftig unterstützt hatten.
Mit dem Wettbewerb setzt die Stadt Soest ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige und zugleich gestalterisch hochwertige Energiewende auf kommunaler Ebene.
Bei der Preisverleihung für innovative Photovoltaikanlagen (v. l.): Bürgermeister Marcus Schiffer (2. v. l.), Olaf Steinbicker, Abteilungsleiter Stadtentwicklung & Bauordnung, sowie Tim Scharschuch (6. v. l.), Klimaschutzbeauftragter und Gewinner der Auszeichnung
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