Meldungsdatum: 05.02.2026

Stadt Soest sichert Migrationsberatung der AWO für Erwachsene

Fördermittelkürzung des Bundes wird aufgefangen

Im Stadtteilhaus Soester Süden wird es auch über das Jahr 2026 hinaus die Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt (AWO) für erwachsene Migranten geben. Wegen der Kürzung von Bundesmitteln war die Existenz des Angebotes bedroht - nun aber hilft die Stadt Soest mit eigenem Geld aus.

Auf Vorschlag der Verwaltung hat der Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Sozialwesen am 29. Januar 2026 einstiimmig beschlossen, den Fehlbedarf der Beratungsstelle in Höhe von 10 Prozent zu decken. "Das ist ein gemeinsamer Kraftakt von Verwaltung und Politik", sagt Bürgermeister Marcus Schiffer. Gemeinsam mit dem Ausschussvorsitzenden Christian Eckhoff, Hendrik Schickhoff als Fachbereichsleiter Jugend und Soziales der Stadt Soest und Sozialamtsleiter Dennis Bröcking sowie Stefan Goesmann, Geschäftsführer des AWO-Unterbezirks Soest Hochsauerland, und AWO-Fachbereichsleiterin Jaqueline Bartz verkündete er, dass es mit dem Beratungsangebot im Stadtteilhaus nahtlos weitergeht.

Schiffer dankte allen, die an dieser Lösung beteiligt waren, für deren Unterstützung. "Es ist ein Fingerzeig für die Priorisierung, die die Stadt vornimmt", sagte er. "Es gehört zur DNA von Soest, dass wir Hilfesuchenden zur Seite stehen. Die Migrationsberatung schafft Lebensperspektiven für Menschen, die in Soest eine Heimat gefunden haben."

Die AWO-Migrationsberatungsstelle für Erwachsene gibt es seit fast zehn Jahren. Zielgruppe sind Migrantinnen und Migranten, die einen Aufenthaltsstatus in Soest haben. "Menschen, die sich integrieren wollen und Fuß gefasst haben", so beschreibt es Jaqueline Bartz. Rund 800 Personen finden pro Jahr den Weg in das Stadtteilhaus zu dem zweiköpfigen Team, das praxisnah zu ganz alltäglichen Themen berät oder an andere Einrichtungen weitervermittelt. Es geht um Schule, Ausbildung, Beruf, Behördengänge oder Finanzangelegenheiten. "Die Beratungsstelle ist etabliert. Sie verfügt über ein Netzwerk und ein Vertrauensverhältnis zu vielen Ratsuchenden", sagt Stefan Goesmann. Den Verlust der Beratungsstelle hätte die Stadt nicht auffangen können, erklärt Hendrik Schickhoff.

Stadt und AWO haben vereinbart, einen engen Austausch über die Arbeit der Beratungsstelle zu führen. Für den Zuschuss durch die Stadt Soest gilt die Maßgabe, dass bei weiteren Änderungen der Bundesförderung die Finanzierung wieder neu verhandelt werden wird.   

 


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2026 0205 AWO-Migrationsberatung

©  Stadt Soest
2026 0205 AWO-Migrationsberatung

Über den Weiterbestand der AWO-Migrationsberatung in Soest freuen sich (von rechts) Bürgermeister Marcus Schiffer, Sozialamtsleiter Dennis Bröcking, Stadtteilhausmanagerin Sina Jakob, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales Hendrik Schickhoff, AWO-Fachbereichsleiterin Jaqueline Bartz, AWO-Geschäftsführer Stefan Goesmann und Christian Eckhoff, Vorsitzender der Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Sozialwesen.