Meldungsdatum: 13.02.2026
Unter dem Titel „Kunst im Klimawandel“ präsentiert das Museum Wilhelm Morgner eine Ausstellung des WWF, die Kunst und Klimaschutz auf eindringliche Weise verbindet. Acht berühmte Titel zeigen Landschaftsgemälde in eigens mithilfe künstlicher Intelligenz erstellten Videoanimationen, wie sich ihre dargestellten Naturkulissen unter dem Einfluss des Klimawandels verändern könnten. Die Animationen veranschaulichen eindrucksvoll, welche Folgen steigende Temperaturen, Dürre oder Extremwetter auf die vertrauten Motive hätten. Wie könnten die weltberühmten Kreidefelsen auf Rügen, die Caspar David Friedrich 1818 malte, im Jahr 2050 oder 2100 aussehen? Und was geschieht mit den Landschaften von Claude Monet oder Vincent van Gogh, wenn sich das Klima weiter verändert?
Neben den internationalen Beispielen greift die Ausstellung auch einen lokalen Bezug auf: Die Agentur KEENLY nahm die Idee des WWF auf und nutzt das Gemälde „Lehmarbeiter auf gelber Karre“ (1911) von Wilhelm Morgner als Grundlage für die Videoinstallation „Morgner 2100“.
Mit neuen Videotechniken und künstlicher Intelligenz wird die Geschichte des Klimawandels am Werk Morgners inszeniert. Die Videoinstallation bringt Morgners Kunst in die Gegenwart – und zeigt, wie sich das Motiv unter dem Eindruck verschiedener Klimaszenarien verändern könnte.
Die Videos zeigen: Selbst die Ikonen der Kunstgeschichte wären betroffen – wenn wir nicht handeln.
„Ich finde das Projekt spannend und unterstütze es gerne“, sagt Michael Stockhausen, Leiter des Museum Wilhelm Morgner, dem Soester Museum für Kunst. Zum Winterstrahlen zeigt das Museum die Animationen in den Fenstern des Raum Schroth im Erdgeschoss. Am Freitag- und Samstagabend können Interessierte zudem ins Museum kommen und die Werke ganz nah erleben.
Tim Scharschuch, Leiter der Geschäftsstelle Klima, hebt den besonderen Zugang der Ausstellung hervor: „Ohne erhobenen Zeigefinger zeigen die Videos, wohin wir steuern – und das in einem weltweiten, nicht auf Soest beschränkten Sinne. Wir arbeiten hier in Soest alle ganz konkret an etwas sehr Großem mit.“ Soest gehört zu den wenigen Kommunen in Deutschland, die sich die Klimaneutralität bis 2030 zum Ziel gesetzt haben. Auch die Klimafolgenanpassung ist seit vielen Jahren eine tragende Säule im Umgang mit dem Klimawandel.
Für Stockhausen ist Kunst ohne Natur kaum vorstellbar: „Vergeht die Natur, vergeht die Kunst und auch der Mensch. Die Drei gehören fest zusammen.“
Mit der Ausstellung wird Kunst zur neuen Form, Menschen zu erreichen: Viele kennen diese Gemälde – und gerade deshalb wirkt die Frage umso stärker: Was wäre, wenn?
Stadt Soest
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Referent für Öffentlichkeitsarbeit: Thorsten Bottin
Am Vreithof 8 - 59494 Soest
Telefon: +49 (02921) 103-9045
E-Mail: pressestelle@soest.de
Internet: https://www.soest.de
Sämtliche Texte können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden. Belegexemplare sind willkommen.
Die Pressestelle Stadt Soest ist Mitglied bei presse-service.de [ www.presse-service.de]. Dort können Sie Nachrichten weiterer Pressestellen recherchieren und als RSS-Feed oder E-Mail abonnieren.