Meldungsdatum: 24.02.2026
Die Münsterstraße zwischen Burgtor im Süden und Mehmet-Kubaşık-Platz im Norden war in den vergangenen Monaten Gegenstand einer Verkehrsuntersuchung. Für diesen Bereich hatte der Rat im Juli 2025 die Planungen zu einer Neugestaltung beschlossen. Bevor aber konkrete Pläne entstehen, muss die künftige Verkehrsführung klar sein. Daher analysierten Fachleute des Büros Planersocietät im Auftrag der Stadterneuerung und in enger Abstimmung mit der Mobilitätsplanung zunächst die Verkehrsführung: Mit Verkehrszählungen und -beobachtungen sowie Befragungen ermittelten sie den aktuellen Zustand und Wünsche nach Veränderungen.
Wünsche sind unterschiedlich
Als wichtigste Frage kristallisiert sich heraus, wer künftig wie viel Platz erhalten soll. Derzeit bekommt der Autoverkehr den meisten Raum, obwohl zu Fuß Gehende und Radfahrende erhebliche Teile des Verkehrs ausmachen. Verbunden damit ist eine Unordnung im Straßenraum. Sie entsteht durch Falschparken und unerlaubtes Halten, aber auch durch ungünstig platzierte Bänke und ähnliches Mobiliar. Dies führt zu Nutzungskonflikten und Risiken für die Sicherheit. Die Fläche ist außerdem nahezu vollversiegelt und bietet kaum Platz für Grün. Dies muss sich mit Blick auf die Klimaanpassung ändern. Die Aufenthaltsqualität schätzt das Gutachten als deutlich verbesserbar ein.
Vier Szenarien zum Verkehr erarbeitet
Die Wünsche der Befragten für die Zukunft waren sehr unterschiedlich: Während Gewerbetreibende mehrheitlich wenige Änderungen wollten, sprachen sich Anwohnende, Besucher*innen und Kund*innen häufiger für größere Veränderungen und für mehr Aufenthaltsqualität aus.
Im Anschluss an ihre Analysen entwickelten die Expert*innen vier Ideen, wie der Verkehr künftig organisiert sein könnte: von einer Variante mit nur kleineren Änderungen an den bisherigen Regelungen bis zu einer durchgehenden Fußgängerzone. Diese Varianten wurden bei einer Veranstaltung im November mit den Menschen vor Ort diskutiert. Die Einschätzungen der Teilnehmenden flossen in die Bewertung der Varianten ein, die nun als Gutachten vorliegt.
Vermittelnde Variante bringt die stärksten Verbesserungen
Die stärksten Verbesserungen gegenüber dem jetzigen Zustand sehen die Expert*innen demnach in der Variante, die sie „Quartiersmitte Münsterstraße“ nennen und die Elemente der beiden Extremvarianten vereint. Das Amt für Stadterneuerung schlägt daher dem Rat vor, diese Variante als Grundlage für alle weiteren Planungen zu beschließen.
Im Kern sind darin folgende Änderungen für den Abschnitt zwischen Heiligegartenstraße und Mallinckrodtstraße vorgesehen:
Mehr Raum für höhere Aufenthaltsqualität
Mehr Platz für die Menschen, Grün, Außengastronomie und Bänke sollen ein attraktives, klimaresilientes Zentrum ermöglichen, in dem man sich gerne aufhält und einkauft. Die Verkehrsuntersuchung wird im Rahmen des Projekts „Neugestaltung Münsterstraße“ gefördert mit Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen. Das gesamte Gutachten ist online abrufbar unter dortmund.de/muensterstrasse.
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