Meldungsdatum: 05.03.2026
Können analoge Kunstwerke digital neu erzählt werden? Drei Dortmunder Institutionen koopierieren seit einigen Jahren, um genau dies auszuprobieren: das storyLab kiU der FH Dortmund, das Museum Ostwall im Dortmunder U sowie das Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Seit 2020 wurde unter dem Titel Page21 experimentell erforscht, wie immersive Technologien dazu beitragen können, neue Geschichten über Kunstwerke und aus Museen zu erzählen. Initiiert wurde das Projekt vom storyLab kiU, gefördert wurde es vom Programm „Neue Künste Ruhr“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW sowie der Stadt Dortmund.
Digitale Kunst als eigene Erzählwelt
Im Gegensatz zu klassischen digitalen Archiven will Page21 Kunstwerke nicht einfach nur abfotografieren oder scannen. Das Ziel ist es, neue Erzählwelten (Narrative) um die Objekte herum zu bauen. Besuchende sollen buchstäblich in Kunstwerke „eintauchen“. Das funktioniert zum Beispiel im immersiven Raum im Foyer des Dortmunder U.
Der immersive Raum im Dortmunder U ist vier Meter breit, vier Meter lang und vier Meter hoch. Ausgestattet ist er mit Projektoren, 36 Lautsprechern, Bodyshakern und Tracking-Systemen. Die Projektion passt sich perspektivisch durch ein Trackingsystem an die Bewegung und Blickrichtungen der Besucher an und zeigt eine dreidimensionale Erzählwelt ähnlich einer VR-Brille. Mit dieser Ausstattung und Ausrichtung ist er bislang einzigartig in NRW. Er öffnet eine vielschichtige Klang- und Bildwelt und bietet neue gesellschaftspolitische Perspektiven auf unterschiedliche Werke aus den Kunstsammlungen Nordrhein-Westfalens.
Zum Abschluss des Projekts bietet das Team um Harald Opel einen Rückblick auf die Ergebnisse aus sechs Jahren Forschung, die Vorstellung ausgewählter immersiver Welten und einen gemeinsamen Austausch über mögliche Wege von Kunst im digitalen Raum.
Die Präsentation findet statt am Donnerstag, 12. März ab 18 Uhr im Foyer des Dortmunder U. Der Eintritt ist frei.
Stadt Dortmund
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