Meldungsdatum: 12.03.2026
Zum offiziellen Baustart kamen Bürgermeister Marcus Schiffer, Sportausschuss-Vorsitzender Jens Westhaus, Stadtbaurat Matthias Abel, Tobias Trompeter vom Immobilienmanagement der Kommunalen Betriebe Soest sowie Lucas Schäfer als Abteilungsleiter Schule und Sport mit dem Projektteam für den Neubau zusammen. Außerdem waren Vertreter der Provinzial-Versicherung, der Soester Tennisvereine und des Architekturbüros Acconci beim Startschuss für die neue Tennishalle dabei. Das Sportinfrastrukturprojekt „Tennishalle“ wird vollständig von Vereinen und von Ehrenamtlichen umgesetzt und ist in Höhe des Kostenvolumens und Bauumfangs für Soest einmalig.
In der ersten Bauphase stehen zunächst die Abbrucharbeiten der alten Bodenplatte an, die bei dem Brand am 6. März 2026 zerstört worden war. Es folgen anschließend die Erneuerung des Fundaments, der Bau der Tennishalle durch ein Fachunternehmen und der Anbau mit Umkleiden, Sanitäreinrichtungen und Aufenthaltsraum. Die Halle wird einen barrierefreien Zugang sowie eine Photovoltaik-Anlage haben. Zunächst ist eine Halle mit zwei Plätzen wie bisher vorgesehen, eine künftige Erweiterung um einen dritten Platz Richtung süden bleibt baulich aber möglich.
"Zu der Sportstadt Soest gehört der Tennissport untrennbar dazu, und zwar nicht nur open air im Sommer, sondern auch in der Wintersaison. Deshalb freue ich mich, dass die Tennisfamilie wahrscheinlich schon Ende September oder Anfang Oktober dieses Jahres wieder ein Dach über dem Kopf haben wird", sagte Bürgermeister Marcus Schiffer. Er dankte dem großen Team an Ehrenamtlichen, die sich seit mehreren Jahren tatkräftig für die Tennishalle einsetzen. "An diesem Beispiel zeigt sich wieder einmal vorbildlich, was bürgerschaftliches Engagement mit dem Einsatz von Zeit, Knowhow und viel Geduld leisten kann."
Ein kurzer Blick zurück: Die ursprüngliche Tennishalle am Jahn-Stadion, 1972 durch den Eigentümer der B. Ruthemeyer Maschinenfabrik und Eisengießerei" gebaut, war 2016/17 durch die Stadt Soest gekauft worden. Die vier Soester Sportvereine Soester TV, TC Blau-Weiß Soest, TV Deiringsen und TuS Ampen taten sich dann zusammen, um die Halle zu sanieren. 980.000 Euro kostete das Projekt, wovon 485.000 Euro aus dem Landes-Förderprogramm "Moderne Sportstätten 2022" stammten. Für die Umsetzung des Sanierungsprojektes war ein Projektteam, bestehend aus dem Architekten Timo Kaiser und sowie Wilfried Mahler, Hans Kanne und Thomas Nübel verantwortlich. Vor der Eröffnung ist einer der Antreiber des Projektes, Hans Kanne verstorben. Die offizielle Einweihungsfeier fand am 19. April 2024 statt. Doch bereits am 6. März 2025, rund sechs Wochen vor Beendigung der ersten Winter-Hallensaison, ging die Halle zum Entsetzen der Erbauer, aller Tennisspieler und der Bevölkerung aufgrund eines technischen Defekts in Flammen auf und wurde vollständig zerstört.
Das Projektteam für den Neubau, der ebenfalls durch den Soester TV betrieben wird, besteht nun aus dem Architekturbüro Acconci und den Herren Wilfried Mahler, Thomas Nübel und Jürgen Schulte. Für die Unterhaltung und den Betrieb der neuen Tennishalle wird weiterhin die Tennishalle Soest GmbH zuständig sein, der vier Geschäftsführer der vier Soester Tennisvereine angehören (Thomas Nübel vom STV, Stefan Güttmann vom TV Deiringsen, Rainer Hannß vom TuS Ampen und Stephan Grae vom TC Blau-Weiß Soest).
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