Meldungsdatum: 11.05.2026
Die Trauerweide vor der Dorenburg im Niederrheinischen Freilichtmuseum muss gefällt werden. Das ergaben engmaschige Baumkontrollen am Ende der vergangenen Woche.
„Uns ist bekannt, dass der Stamm der Trauerweide eine Höhlung hat und die Fäule fortschreitend ist, weshalb die Trauerweide mehrmals im Jahr durch unseren Baumkontrolleur begutachtet wurde“, erklärt Herbert Verlinden, stellvertretender Leiter des Gebäudemanagements Kreis Viersen.
Jetzt steht fest, die Standhaftigkeit der Trauerweide ist aufgrund einer Fäule im Stammfuß nicht mehr gegeben. Das entsprechende Sachverständigengutachten liegt dem Kreis Viersen nun vor. Der Stammfuß, der aktuell 1,20 Meter dick ist, weist eine Höhlung von etwas über einem Meter auf. Der Baum wird regelmäßig begutachtet, jedoch ist die Fäule im Stamm fortschreitend. Zugversuche, die die Windlast auf der Krone und das Biegemoment sowie das Torsionsmoment im Stamm berechnen, kommen zu dem Ergebnis, dass der Baum nicht mehr standsicher ist, was eine Fällung unumgänglich macht. Da der Baum direkt an den Besucherwegen steht und auch in der direkten Nähe zur Brücke der Burg liegt, muss die Fällung schnell vonstattengehen.
In dieser Woche wird durch eine Artenschutzgutachterin eine Begutachtung der Trauerweide vorgenommen und es erfolgt eine Überprüfung des Baumes auf Nistplätze. Im Anschluss daran erfolgt die Fällung der Trauerweide zeitnah.
"Auch wenn gerade viele ältere Menschen die Dorenburg noch ohne diese schöne Trauerweide kennen, gehört das Bild der Burg mit dem weit ausladenden Baum mittlerweile zur Identität des Museums. Daher ist uns die Entscheidung; obwohl mittlerweile Gefahr im Verzug ist; auch nicht leichtgefallen“, berichtet Kreisdirektor und Kulturdezernent Ingo Schabrich.
„Die Trauerweide gehört sicherlich zu den am häufigsten fotografierten Objekten im Museum und ihr Verlust trifft uns sehr. Aber die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeitenden unseres Museums geht natürlich vor“, sagt Anke Petrat, Museumsleiterin.
Eine etwa sieben Meter hohe neue Trauerweide konnte der Kreis Viersen bereits bei einer kreisansässigen Baumschule reservieren. Dieser wird voraussichtlich im Oktober neu gepflanzt.
Die Besucherinnen und Besucher des Museumsgeländes müssen bis zur Fällung der Trauerweide mit Einschränkungen im Museumsbetrieb rechnen. Die Brücke zur Dorenburg muss ab sofort für Besucherinnen und Besucher gesperrt werden, damit ist ebenfalls kein Zugang zur Burg und zur Sonderausstellung möglich. Es gilt für die Zeit der Sperrung der ermäßigte Eintrittspreis für Besucherinnen und Besucher.
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