Meldungsdatum: 27.05.2026
Am 20. und 21. Mai besuchte eine Jury der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung die Schule, um sich vor Ort ein Bild von der pädagogischen Arbeit zu machen. Auf Grundlage dieses Besuchs entscheidet sich, welche Einrichtungen es unter die letzten 15 Schulen schaffen. Diese Finalisten werden am 29. September im Bundeskanzleramt in Berlin geehrt.
Auf der Website des Deutschen Schulpreises wurde ein Kurzporträt der Bewerbung veröffentlicht. Darin wird die Friedrich‑von‑Bodelschwingh‑Schule als „Lebensort“ beschrieben, an dem junge Menschen mit unterschiedlichen Förderbedarfen im Bereich der geistigen Entwicklung individuell begleitet werden.
Die Schule setzt auf passgenaue pädagogische Welten, die den jeweiligen Lern- und Entwicklungsbedürfnissen entsprechen – von reizarmen, stark strukturierten Umgebungen bis hin zu offenen Lernformen. Dazu gehören unter anderem die „Basale Welt“, die „SinnWelt“ sowie eine TEACCH-orientierte Klasse, basierend auf einem ursprünglich für Menschen mit Autismus entwickelten Förderkonzept.
Zentral ist der Perspektivwechsel: Nicht die Schülerinnen und Schüler passen sich der Schule an, sondern die Lernumgebung wird so gestaltet, dass Entwicklung möglich wird. Klare Strukturen, visualisierte Abläufe und multiprofessionelle Teams unterstützen die Lernprozesse. Ziel ist es, Selbstständigkeit zu fördern, Abhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig Teilhabe zu ermöglichen – etwa durch altersgemischte Gruppen, praxisnahe Berufsorientierung oder Projekte wie die Special Olympics.
Sven Brüggenhorst, Schuldezernent des Kreises Unna, zeigt sich erfreut über die Nominierung: „Wir als Träger sind stolz darauf, dass die Arbeit in dieser Form gewürdigt wird. Die Nominierung ist eine Anerkennung für das Team und für die Schülerinnen und Schüler der Friedrich‑von‑Bodelschwingh‑Schule, die täglich zeigen, wie vielfältig Entwicklung aussehen kann.“ PK | PKU
BU: von links: Schulleiterin Ursula Landskron und der stellvertretende Schulleiter Philipp Westenberg freuen sich, dass Schuldezernent Sven Brüggenhorst und Anja Seeber, Fachbereichsleitung Schulen und Bildung, die Daumen für den Einzug ins Finale drücken. Foto Leonie Joost – Kreis Unna
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von links: Schulleiterin Ursula Landskron und der stellvertretende Schulleiter Philipp Westenberg freuen sich, dass Schuldezernent Sven Brüggenhorst und Anja Seeber, Fachbereichsleitung Schulen und Bildung, die Daumen für den Einzug ins Finale drücken. Foto Leonie Joost – Kreis Unna
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