Meldungsdatum: 28.05.2026
Region Kassel. Die erfolgreiche Ausbildungsmesse „Kurz vor Knapp“ der Stadt Kassel bringt auch in diesem Jahr wieder Jugendliche und Ausbildungsbetriebe aus der Region direkt zusammen. Zum 12. Mal jährt sich das Format, das seit 2021 auch für Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Kassel geöffnet ist.
Die als Speed‐Casting ausgelegte Ausbildungsbörse bietet den eingeladenen Schülerinnen und Schülern aus der Region Kassel die Möglichkeit, mit potenziellen Ausbildungsbetrieben in Kontakt zu treten und über 80 offene Stellen zu entdecken. „Damit das Speed-Casting für beide Seiten zum Erfolg wird, werden die Jugendlichen im Vorfeld intensiv begleitet. Während die Schülerinnen und Schüler aus dem Stadtgebiet Kassel über das Übergangsmanagement Schule-Beruf vorbereitet werden, erhalten Jugendliche aus dem Landkreis Unterstützung durch die Jugendberufshilfe des Landkreises Kassel sowie die Berufsberatung der Agentur für Arbeit“, erläutern Bürgermeisterin Nicole Maisch und Schuldezernentin des Landkreises Silke Engler. „Die Jugendlichen kommen vorbereitet, sie wissen, welche Betriebe vor Ort sind und welche Stärken sie selbst einbringen.“
„‚Kurz vor knapp!‘ bietet aber auch Unternehmen viele Vorteile: Das Format unterstützt dabei, Fachkräfte auf authentische und unkomplizierte Weise anzusprechen und langfristig für sich zu gewinnen“, ergänzt Gabriele Biedebach, die Koordinatorin des Übergangsmanagement Schule-Beruf der Stadt Kassel.
In diesem Jahr gibt es eine räumliche Neuerung: Erstmalig findet die Messe in den Räumen der vhs Region Kassel sowie im Saal des Hermann-Schafft-Hauses in der Wilhelmshöher Allee statt. Diese zentralen und räumlich dicht beieinander liegenden Standorte bieten den idealen Rahmen für die intensiven Kennenlerngespräche zwischen Nachwuchskräften und Unternehmen.
Was genau ist „Kurz vor Knapp“?
Das Format wurde 2015 von der Stadt Kassel ins Leben gerufen, um kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres letzte freie Plätze passgenau zu besetzen. Durch die direkte Begegnung im Speed-Casting-Stil werden Hürden abgebaut und persönliche Eindrücke in den Vordergrund gestellt.
Um die individuellen Fähigkeiten, Kompetenzen und Interessen von Jugendlichen zu ermitteln und sie bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen, bekommen sie an acht allgemeinbildenden Schulen in Kassel Unterstützung durch sogenannte Übergangsmanagerinnen und Übergangsmanager. Sie organisieren Angebote und Module ab der 7. Klasse, um die individuellen Fähigkeiten, Kompetenzen und Interessen der Schülerinnen und Schüler zu ermitteln. Dazu zählt auch „Kurz vor Knapp“. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern schauen sich die Übergangsmanagerinnen und Übergangsmanager verschiedene Ausbildungsberufe an, finden zusammen die Kompetenzen der jungen Menschen und suchen sich daraufhin die „Dates“ für „Kurz vor Knapp“ aus.
Wer kann zum Speed-Casting kommen?
Angesprochen sind insbesondere Schülerinnen und Schüler der Abgangsklassen von allgemeinbildenden Schulen in der Stadt und im Landkreis Kassel sowie der BÜA-Schulen (Berufsschule im Übergang zur Ausbildung).
Die Anmeldung für Jugendliche erfolgt direkt über die jeweiligen Ansprechpartner des Übergangsmanagements oder der Berufsberatung der Agentur für Arbeit.
Interessierte Unternehmen konnten sich bis Mitte April über ihre zuständige Kammer (IHK/HWK) oder den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit anmelden.
Wer ermöglicht eine solche Messe?
Hinter der Veranstaltung steht ein starkes Netzwerk. Die Messe wird gemeinschaftlich von den sogenannten OloV-Partnern, „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule-Beruf“, realisiert:
Die OloV-Partner: (v.li.) Enrico Gaede (Teamleiter Bildungsberatung IHK Kassel-Marburg), Boris Reichenbach (Leiter der Amtes Schule und Bildung bei der Stadt Kassel), Ulrike Beutnagel (Abteilungsleitung Jugendberufshilfe Arbeitsförderungsgesellschaft im Landkreis Kassel), Gabriele Biedebach (Sachgebietsleiterin Übergangsmanagement Schule und Beruf bei der Stadt Kassel), Daniel Kaminski (Bereichsleiter Agentur für Arbeit Kassel) und Sabine Aue (Abteilungsleiterin Berufsbildung Handwerkskammer Kassel).
LANDKREIS KASSEL
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