Meldungsdatum: 23.06.2026

STADTRADELN-Star-Familie Kruse zieht positives Fazit: „Radfahren entschleunigt“

Drei Wochen lang bewusst auf das Auto verzichten und stattdessen alle Wege mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen: Dieser Herausforderung hat sich die Soester Familie Kruse als STADTRADELN-Star im Rahmen des STADTRADELNs 2026 gestellt. Nach Abschluss der Aktion fällt das Fazit eindeutig aus: „Wir fanden es toll und werden auch die nächsten Jahre wieder mitmachen.“

Die Motivation für die Teilnahme war klar formuliert: Die Familie wollte zeigen, dass auch Familien ihren Alltag weitgehend ohne Auto bewältigen können. „Man kann auch als Familie zusammen auf das Auto verzichten. Man muss dabei aber flexibel bleiben“, lautet ihre Erfahrung.

Tatsächlich unterschied sich der Alltag während der drei Aktionswochen kaum vom Gewohnten. Die täglichen Wege zwischen Zuhause, Schule, Kindergarten und Arbeitsplatz wurden wie selbstverständlich mit dem Fahrrad zurückgelegt. Herausforderungen gab es kaum, denn das Rad spielt im Alltag der Familie bereits seit Langem eine wichtige Rolle.

Auch die Kinder Erik und Hajo waren mit Begeisterung dabei. Vor allem der sportliche Wettbewerb sorgte für zusätzliche Motivation. „Erik wollte immer wissen, auf welchem Platz wir gerade stehen“, berichtet die Familie.

Die Aktion machte aber auch deutlich, wo es bei alternativen Verkehrsmitteln noch Verbesserungsbedarf gibt. So erlebte Melanie Kruse bei einer Reise mit Bahn und Fahrrad die Grenzen des umweltfreundlichen Reisens. Für die Rückfahrt aus Harburg benötigte sie rund zehn Stunden, während Kolleginnen und Kollegen mit dem Auto bereits nach etwa sechs Stunden zu Hause waren. Besonders die begrenzten Fahrradstellplätze im Fernverkehr stellten dabei eine Herausforderung dar. Die Erfahrung zeigte, dass die Kombination aus Bahn und Fahrrad im Alltag zwar viele Vorteile bietet, auf längeren Strecken jedoch nicht immer unkompliziert ist.

Mit den Bedingungen für den Radverkehr in Soest zeigt sich die Familie insgesamt zufrieden. Positiv hervorgehoben werden insbesondere die Fahrradstraßen und die neu ausgebauten Velorouten. Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Kruses vor allem bei der Trennung von Fuß- und Radverkehr sowie bei der Beschaffenheit einzelner Wege. Auch automatische Grünschaltungen an Ampeln würden den Alltag vieler Radfahrender erleichtern. Gerade mit Lastenrädern sei das Erreichen der Anforderungstaster oftmals umständlich.

Große Veränderungen im Familienalltag hat die Aktion nicht mit sich gebracht. Dafür wurde die bestehende Überzeugung bestätigt: Das Fahrrad ist für viele Wege das passende Verkehrsmittel. Deshalb empfehlen die Kruses auch anderen Familien, das Auto bewusst häufiger stehen zu lassen. Gerade Menschen, die etwas außerhalb wohnen, könnten ihre täglichen Wege bewusster wahrnehmen und erleben.

Ihr persönliches Fazit nach drei Wochen als STADTRADELN-Stars bringt die Familie auf einen einfachen Nenner: „Radfahren entschleunigt. Und wenn man einigermaßen flexibel ist, kann Radfahren wirklich gut tun, gesundheitlich und auch fürs Klima.“

Ergänzend zu den vielen positiven Erfahrungen sammelte die Familie auch beachtliche Kilometerleistungen. Melanie Kruse legte während des Aktionszeitraums insgesamt 671,2 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Matthias Kruse kam auf 441,94 Kilometer und Sohn Erik steuerte weitere 160,4 Kilometer bei. Damit leistete die Familie nicht nur einen sichtbaren Beitrag zum Klimaschutz, sondern zeigte auch eindrucksvoll, wie viele Alltagswege sich ohne Auto zurücklegen lassen.

Die offiziellen Ergebnisse des STADTRADELNs 2026 werden erst in der kommenden Woche veröffentlicht. Grund dafür ist die einwöchige Nachtragefrist, innerhalb derer die Teilnehmenden ihre gefahrenen Kilometer noch nachmelden können.


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Stadtradeln Stars 2026

©  Stadt Soest
Stadtradeln Stars 2026

Familie Kruse bei einer Fahrradtour in der Soester Gräfte