Meldungsdatum: 07.07.2026
Für den Kreis Viersen sind ab sofort zwei neue Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) sowie ein neuer Rettungswagen (RTW) im Einsatz. Die Anschaffung war notwendig, weil die beiden bisherigen in Niederkrüchten/Schwalmtal und Tönisvorst stationierten NEF in die Jahre gekommen sind und nun in die Reserve gehen sollen. Ebenfalls wurde das Fahrgestell des ursprünglichen RTW aufgrund der Kilometerleistung abgeschrieben und nun ersetzt.
Alle drei Fahrzeuge sind für die Rettungswachen Tönisvorst sowie Niederkrüchten/Schwalmtal im Einsatz und stehen dem Rettungsdienstpersonal des Kreises zur Verfügung. Primär werden durch beide Wachen das Stadtgebiet Tönisvorst sowie die Gemeindegebiete Schwalmtal, Niederkrüchten und Brüggen versorgt. Im Ernstfall ist auch ein kreisweiter Einsatz oder ein Einsatz über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus möglich.
„Ich freue mich, dass wir mit den drei neuen Fahrzeugen den Fuhrpark der Rettungswachen des Kreises Viersen auf den neusten Stand bringen konnten. Solche Investitionen sind notwendig, um die medizinische Versorgung im Kreis Viersen für unsere Bürgerinnen und Bürger aufrecht zu erhalten und stetig zu verbessern“, sagt Landrat Bennet Gielen.
Die Notarzteinsatzfahrzeuge verfügen über ein Blaulicht sowie Martinshorn, ein Beatmungsgerät, Defibrillator/EKG sowie weitere medizinische Geräte, Medikamente, Betäubungsmittel und Verbandmaterial. Die Kosten der beiden NEFs belaufen sich insgesamt auf ca. 300.000 Euro (ohne Beladung).
Für den Rettungswagen wurde ein neues Fahrgestell angeschafft, auf welches der bisherige Kofferaufbau umgesetzt wurde. Der vorhandene Kofferaufbau wurde dabei vollständig aufbereitet. Der RTW verfügt zusätzlich zur Ausstattung der Notarzteinsatzfahrzeuge noch über eine Fahrtrage sowie umfangreiches Zusatzmaterial im Patientenraum. Die Kosten des Rettungswagens belaufen sich auf rund 178.000 Euro (ohne Beladung).
„Einen gebrauchten Rettungswagen nur teilweise zu ersetzen und aufzubessern, ist in Deutschland keine Seltenheit, da sich so die Anschaffungskosten reduzieren lassen. Der Umbau und auch die Aufrüstung des Fahrzeugs erfordert jedoch eine genaue Planung, um alle medizinischen Geräte und Sondertechnik unterzubringen“, erklärt Simon Fritsch, Kreisbrandmeister und Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz beim Kreis Viersen. „Zukünftig wird der Kreis Viersen allerdings bei erforderlich werdenden Ersatzbeschaffungen ausschließlich vollständige Neufahrzeuge erwerben, da die Lieferzeiten mit bis zu fünf Jahren äußerst lang sind und die aktuell vorgenommene sogenannte Umkofferung dann nicht mehr wirtschaftlich ist“.
v.l.n.r.: Thomas Holthausen (Mitarbeiter im Amt für Bevölkerungsschutz), Simon Fritsch (Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz und Kreisbrandmeister), Katharina Wichek, Simon Schröder, Landrat Bennet Gielen, Wiktoria Duda, Marcel Bohnen, Sascha Caumanns (Stellvertretender Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz und Leiter der Abteilung Rettungsdienst)
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