Meldungsdatum: 08.07.2026
Die Koordinierungsstelle Kinderschutz des Kreisjugendamtes Viersen hat mit verschiedenen Fachstellen aus dem Jugendamt, wie der Netzwerkkoordinatorin ‚Frühe Hilfen‘, der Fachberatungen im Bereich Kindertagesbetreuung und der Kinder- und Jugendförderung im ersten Halbjahr 2026 bereits zum zweiten Mal die jährlichen Fachveranstaltungen zur interdisziplinären Kooperation im Kinderschutz erfolgreich durchgeführt.
Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Fachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen praxisnah und rollenspezifisch für Herausforderungen im Kinderschutz zu sensibilisieren und ihnen Handlungssicherheit im Umgang mit möglichen Kindeswohlgefährdungen zu geben.
Die Veranstaltungen sind berufsgruppenbezogen durchgeführt worden. Dadurch konnten die jeweiligen Aufgaben, Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten der Teilnehmenden gezielt berücksichtigt werden. Die Planung und Umsetzung erfolgten in enger Zusammenarbeit mit fachlichen Expertinnen und Experten aus den jeweiligen Themenbereichen.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe standen aktuelle Fragestellungen des Kinderschutzes, wie Kinder psychisch erkrankter Elternteile und mögliche Auswirkungen auf das Kindeswohl, medialisierte Gewalt im Kinderschutz sowie Elterngespräche bei einer möglichen Kindeswohlgefährdung.
Die interdisziplinäre Ausrichtung der Veranstaltungen ist durch die Beteiligung wichtiger Kooperationen unterstützt worden. So waren aus dem Kreisjugendamt Viersen der Allgemeine Soziale Dienst und die Jugendhilfe im Strafverfahren bei der Umsetzung dabei. Darüber hinaus hat sich die Kreispolizeibehörde Viersen sowie das Netzwerk „Felix“ von der AWO Kreis Viersen und das Traumastudio Köln aktiv an der Durchführung beteiligt.
Die positive Resonanz auf die bisherigen Veranstaltungen zeigt, wie wichtig der fachübergreifende Austausch und die gemeinsame Verantwortung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen sind. Die Veranstaltungsreihe wird daher auch künftig einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung eines wirksamen und verlässlichen Kinderschutzes im Kreisjugendamtsgebiet leisten.
Ergänzend zu den kommunalen Fachveranstaltungen finden im Laufe des Jahres weitere interkommunale Fortbildungsangebote und ein großer interkommunaler Fachaustausch im Rahmen des Netzwerks interdisziplinärer Kinderschutz im Kreis Viersen – kurz „NiK“ statt. Ziel ist es, den Kinderschutz über kommunale Grenzen hinweg zu fördern und gemeinsame Standards weiterzuentwickeln.
Die Netzwerkkoordinierungsstellen Kinderschutz sind in allen fünf Jugendämtern im Kreis Viersen verankert und stehen Fachkräften sowie Interessierten als Ansprechpersonen für Fragen, Informationen und Unterstützungsangebote rund um das Thema Kinderschutz zur Verfügung. Die Städte Viersen, Willich, Nettetal und Kempen verfügen über eigene Jugendämter. Für die Kommunen Grefrath, Schwalmtal, Niederkrüchten, Brüggen und Tönisvorst ist das Jugendamt des Kreises Viersen zuständig.
v.l.n.r.: Faranak Zohlen, Netzwerkkoordination Kinderschutz Kreis Viersen, Kerstin Seidel, Koordination Netzwerk 'Felix' AWO Kreis Viersen, Katja Schulte, Kita Fachberatung Kreis Viersen, Michael Verheyen, Allgemeiner Sozialer Dienst Kreis Viersen, Selina Hütten, Allgemeiner Sozialer Dienst Kreis Viersen, Melanie Balle-Günthör, Dozentin Traumastudio Köln, Susanne Gronau, Kita Fachberatung Kreis Viersen, Barbara Rücker, Kita Fachberatung Kreis Viersen
Herausgeber: Kreis Viersen | Der Landrat
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