Meldungsdatum: 24.07.2026
Das Instrument dazu ist die Ausweisung der beiden Wohnquartiere als "Sanierungsgebiet". Wer in solchen Gebieten sein Gebäude saniert, kann mit der Stadt eine Modernisierungsvereinbarung abschließen und die Sanierung steuerlich geltend machen. Dabei geht es um mehr als reine energetische Sanierungen. Beispielsweise kann auch eine Badsanierung oder ein altersgerechter Umbau Bestandteil der Modernisierung sein.
Aktuell führt die Stadt die erforderlichen Voruntersuchungen für die Ausweisung der Sanierungsgebiete durch und erstellt die notwendigen Konzepte. Dazu fanden am 15. und 16. Juli bereits Begehungen vor Ort statt. Anfang September folgen zwei Infoveranstaltungen für die Bürgerinnen und Bürger.
Dort wird über den aktuellen Sachstand und die Vorteile von Sanierungsgebieten berichtet. Alle Bürgerinnen und Bürger in den neuen Quartieren werden dazu von der Stadtverwaltung persönlich angeschrieben und gebeten, einen kleinen Fragebogen auszufüllen. Die Ergebnisse dieser Datenerhebung sind Bestandteil der Voruntersuchung.
Wenn alles planmäßig läuft, kann der Rat der Stadt Soest im 1. Quartal 2027 die Ausweisung der beiden neuen Sanierungsgebiete "Amnpen" und "Zentrum West" beschließen. Ein Ratsbeschluss ist die Voraussetzung dafür, um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu bieten, eine Modernisierungsvereinbarung mir der Stadt Soest abzuschließen.
Mit dem Instrument des "Sanierungsgebietes" hat Soest bereits gute Erfahrungen gemacht. Vier Wohnquartiere sind bereits in dieser Form ausgewiesen. "Die Stadt Soest selbst profitiert mit einer weiteren Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes", erklärt Ulrich Schulte-Weber vom Sanierungsmanagement der Stadt Soest. "Gleichzeitig wird die regionale Wirtschaft gestärkt, denn bei der Umsetzung von Modernisierungsmaßnahmen werden überwiegend regionale Betriebe eingebunden. Hauseigentümer in Soest haben bisher auf diese Weise etwa 17,4 Millionen Euro im Rahmen dieser Modernisierungen investiert."
Die Stadt Soest setzt damit die Unterstützung der Wohngebäudeeigentümer bei Sanierungsmaßnahmen fort. Das Ziel bleibt die möglichst weitgehende Klimaneutralität des Gebäudesektors in der Stadt. Insgesamt liegt Soest bei diesem Bemühen im Vergleich mit vielen anderen Kommunen weit vorne. Mit Stand Ende Juli 2026 wurden beispielsweise 133 Gebäude in den vergangenen drei Jahren kerngedämmt, also eine Hohlschicht in den Außenwänden mit einem Dämmstoff nachträglich ausgeblasen. Ein weiteres Beispiel ist der Wechsel von fossilen Heizungen auf Wärmepumpentechnik. Hier hatte die Stadt Soest ein eigenes Förderprogramm aufgelegt. So wurde der Austausch von 295 fossilen Heizungen auf eine Wärmepumpe gefördert. Das Budget der städtischen Förderung ist aktuell ausgeschöpft, so dass keine Förderanträge mehr gestellt werden können.
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