Meldungsdatum: 07.09.2026
Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW. Im regionalen Vergleich liegt der Kreis Unna damit im Mittelfeld: In Dortmund lag der Anteil bei 65,6 Prozent, in Hamm bei 57,6 Prozent und im Kreis Recklinghausen bei 53,7 Prozent. Niedriger waren die Anteile im Märkischen Kreis (40,3 Prozent), im Kreis Coesfeld (40,0 Prozent), im Kreis Soest (39,8 Prozent) und im Hochsauerlandkreis (33,6 Prozent).
OGS-Anteil deutlich gestiegen
Auch im Kreis Unna hat die Bedeutung der Ganztagsbetreuung in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Zahl der Grundschulkinder ist zwischen dem Schuljahr 2019/20 und 2025/26 von rund 13.600 auf fast 16.100 gestiegen. Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil der Kinder, die den offenen Ganztag (OGS) besuchen, von 42 auf 51 Prozent.
Rund acht Prozent der Grundschulkinder nutzten zusätzlich eine Übermittagsbetreuung. Weitere ein bis zwei Prozent nahmen Angebote wie „Schule von acht bis eins“ oder „Dreizehn Plus“ wahr. Der Anteil der Kinder ohne zusätzliches Betreuungsangebot sank im gleichen Zeitraum von 49 auf 41 Prozent.
Rechtsanspruch seit diesem Schuljahr
Mit Beginn des Schuljahres 2026/27 ist der Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Grundschulkinder zunächst für Kinder der ersten Klasse in Kraft getreten. In den kommenden Jahren wird der Anspruch schrittweise auf die weiteren Jahrgänge ausgeweitet und gilt ab dem Schuljahr 2029/30 für alle Kinder im Grundschulalter.
Der Anspruch sieht grundsätzlich eine Förderung an fünf Tagen pro Woche mit bis zu acht Stunden täglich vor und umfasst auch die Ferienbetreuung. Schließzeiten von bis zu vier Wochen im Jahr sind möglich.
Mit dem Rechtsanspruch wird der Bedarf an Betreuungsplätzen und qualifiziertem Personal voraussichtlich weiter steigen. Das Land Nordrhein-Westfalen geht davon aus, dass ab dem Schuljahr 2029/30 für rund 80 Prozent der Grundschulkinder ein Ganztagsplatz gewünscht wird. Ausgehend vom Betreuungsstand 2025/26 würde dies im Kreis Unna rechnerisch einen zusätzlichen Ausbau der Betreuungskapazitäten um rund 38 Prozent bedeuten.
Damit bleiben neben dem Ausbau der Plätze auch die Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften sowie die Zusammenarbeit von Schulen, Jugendhilfe und freien Trägern zentrale Aufgaben. PK | PKU
Hinweis an die Medien: Den ausführlichen Bericht mit Grafiken finden Sie im Anhang.
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