Meldungsdatum: 08.09.2026

„Sicher sein in unsicheren Zeiten“ – Teil 5

Warnung der Bevölkerung: Bundesweiter Warntag

Wenn eine Gefahr droht, ist es wichtig, schnell informiert zu werden und zu wissen, was zu tun ist. Beim bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September, werden auch im Kreis Unna die Warnsysteme getestet – dabei kommen 175 Sirenen zum Einsatz. Im Rahmen der Infokampagne „Sicher sein in unsicheren Zeiten“ gibt die Kreisverwaltung Tipps rund um das Thema Warnung.

Der bundesweite Warntag findet seit 2020 an jedem zweiten Donnerstag im September statt. Ab 11 Uhr aktiviert die Leitstelle für Feuerschutz, Hilfeleistung, Katastrophenschutz und Rettungsdienst die Sirenen im Kreis.

Für die Bevölkerung besteht während des Warntags keine Gefahr. Es handelt sich um eine reine Probe. Die Notrufnummern 110 und 112 sollten deshalb nicht wegen der Probewarnung angerufen werden. 

Sirenensignale

Zum Beginn ertönt um 11 Uhr ein einminütiger an- und abschwellender Heulton. Er steht für eine mögliche Gefahr und soll dazu auffordern, sich über weitere Informationsquellen zu informieren und Hinweise zum richtigen Verhalten zu beachten. Zum Abschluss um 11:45 ertönt ein einminütiger, gleichbleibender Dauerton, der die Entwarnung signalisiert. Die Sirenen selbst geben keine Auskunft über die Art der Gefahr. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig weitere Informationen einzuholen. 

Nachricht an alle empfangsbereiten Handys

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe löst parallel eine Warnmeldung über die Warn-Apps NINA und KATWARN aus. Gleichzeitig erhalten alle empfangsbereiten Handys eine Warnmeldung über „Cell Broadcast“. „Cell Broadcast ist eine über die Mobilfunknetze übermittelte Warnmeldung“, erklärt Jens Bongers, Leiter der Leitstelle des Kreises Unna. „Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe schickt dabei in Zusammenarbeit mit den Mobilfunknetzbetreibern eine Warnnachricht an alle empfangsbereiten Handys in Deutschland.“ 

Warn-Apps liefern weiterführende Infos

„Um nach einer Auslösung von Sirenen oder Cell Broadcast konkretere Informationen und Handlungsempfehlungen zu erhalten, nutzen Sie am besten zusätzliche Warnkanäle wie zum Beispiel die Warn-Apps NINA oder KATWARN. Alternativ können Sie auch einen lokalen Radiosender einschalten“, appelliert Jens Bongers an die Bevölkerung.  

Vorbereitung kann helfen

Wer sich schon vorher mit den verschiedenen Informationsmöglichkeiten beschäftigt, kann im Ernstfall schneller reagieren. Dazu gehört auch, für einen möglichen Stromausfall vorbereitet zu sein. Eine Powerbank kann dabei helfen, das Mobiltelefon weiterhin als Informationsquelle nutzen zu können. Ein Kurbelradio bietet zudem eine weitere Möglichkeit, auch bei einem Stromausfall Neuigkeiten über das Radio zu empfangen.

Wichtige Telefonnummern sollten griffbereit sein. Wer im Notfall nicht mehr auf das Internet oder das Telefonnetz zugreifen kann, sollte außerdem wissen, wo es in der eigenen Umgebung Anlaufstellen für Informationen und Hilfe gibt. 

Verlässliche Informationsquellen nutzen

Gerade bei größeren Schadenslagen können sich Informationen schnell verbreiten. Nicht jede Nachricht, die über soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste weitergegeben wird, ist deshalb automatisch richtig oder aktuell. Seriös sind vor allem offizielle Informationsquellen wie Behörden und Einsatzkräfte.

Wer Informationen weitergibt, sollte also vorher prüfen, ob die Meldung von einer offiziellen Stelle bestätigt wurde. So können Gerüchte und unbestätigte Informationen nicht zusätzlich für Verunsicherung sorgen.

Aktuelle Warnungen und Informationen des Kreises finden Bürgerinnen und Bürger unter www.kreis-unna.de/warnungen. Dort sind auch die Informationsmaterialien der Kampagne zu finden. PK | PKU

 

 

 

Pressekontakt: Leonie Joost | Fon 02303 27-1113 | E-Mail leonie.joost@kreis-unna.de