Meldungsdatum: 11.09.2026

ADHS erkennen und verstehen

Kreis Unna veröffentlicht neuen Gesundheitsbericht zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Der Kreis Unna hat einen neuen Gesundheitsbericht zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) veröffentlicht. Der Bericht informiert über Symptome, Ursachen, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten und gibt einen Überblick über Unterstützungsangebote im Kreis Unna.

ADHS betrifft Kinder, Jugendliche und Erwachsene

ADHS zählt zu den häufigsten neuroentwicklungsbedingten psychischen Störungen. Sie kann sich durch Schwierigkeiten bei Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Aktivitätsregulation zeigen. Dabei unterscheiden sich die Symptome von Mensch zu Mensch. Auch im Erwachsenenalter kann ADHS fortbestehen. Besonders bei Frauen wird die Erkrankung häufig erst spät erkannt, da sich die Symptomatik teilweise anders zeigt.

Für den Kreis Unna liegen keine eigenen Daten zur Häufigkeit von ADHS vor. Auf Grundlage bundesweiter Zahlen ist jedoch davon auszugehen, dass mehrere tausend Menschen im Kreis betroffen sind. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Diagnostik und Behandlung. 

Frühzeitige Unterstützung ist wichtig

Eine ADHS-Diagnose erfolgt im Rahmen einer umfassenden fachlichen Abklärung. Selbsttests können lediglich eine erste Orientierung geben und ersetzen keine medizinische oder psychologische Diagnostik. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann eine frühzeitige Unterstützung dazu beitragen, Schwierigkeiten im schulischen, familiären und sozialen Alltag zu reduzieren.

Die Behandlung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und kann unter anderem Psychoedukation, Verhaltenstherapie, strukturierende Maßnahmen im Alltag und – bei entsprechender Indikation – eine ärztlich begleitete medikamentöse Behandlung umfassen. 

Beratungsangebote im Kreis Unna

Besonderer Bedeutung kommt hier dem Mobilen Gesundheitskiosk zu, der Gesundheitsberatung direkt in die Lebenswelt der Menschen bringt und insbesondere vulnerable Gruppen erreicht. Er bietet niedrigschwellige Informationen zu ADHS und stärkt damit die Gesundheitskompetenz vor Ort.

Eine wichtige Anlaufstelle ist auch der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes Kreis Unna. Er berät und unterstützt Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörige – auch unabhängig von einer gesicherten Diagnose. 

Für Kinder und Jugendliche stehen darüber hinaus schulische und sozialpädagogische Unterstützungsangebote zur Verfügung. Bei Problemen im schulischen Alltag berät auch die Schulpsychologische Beratungsstelle für den Kreis Unna. Eine medizinische Diagnostik erfolgt dort nicht.

Der neue Gesundheitsbericht soll dazu beitragen, über ADHS aufzuklären, für unterschiedliche Erscheinungsformen zu sensibilisieren und Betroffenen sowie Angehörigen den Zugang zu passenden Unterstützungsangeboten zu erleichtern. PK | PKU

Pressekontakt: Leonie Joost | Fon 02303 27-1113 | E-Mail leonie.joost@kreis-unna.de


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2026_07_15_ADHS-Bericht 2026

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