Meldungsdatum: 16.09.2026

NiK – Netzwerk interdisziplinärer Kinderschutz im Kreis Viersen

Zweites Netzwerktreffen über gemeinsames Handeln, Schnittstellen stärken

Beim zweiten Netzwerktreffen von NiK, dem Netzwerk interdisziplinärer Kinderschutz im Kreis Viersen, am Mittwoch, den 16. September, ist das Thema „Datenschutz im Kinderschutz“ in den Blick genommen worden. Rund 120 Vertreterinnen und Vertreter aus der öffentlichen und freien Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen, der Medizin, der Justiz, der Strafverfolgung, dem Bildungsbereich sowie aus weiteren am Kinderschutz beteiligten Arbeitsfeldern sind dazu im Forum des Kreishauses zusammengekommen.

Im Fokus des Fachtags hat der interdisziplinäre Austausch gestanden, mit dem Ziel, Möglichkeiten und Hürden in der Zusammenarbeit verschiedener Professionen und Institutionen im Verfahren einer möglichen Kindeswohlgefährdung zu beleuchten, konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und damit die Arbeit an den Schnittstellen nachhaltig zu stärken.

Den Einstieg hat eine rechtliche Einordnung in das Thema gebildet. Sie sollte den beteiligten Fachkräften eine gemeinsame Grundlage für die anschließende fallorientierte Zusammenarbeit vermitteln. Gerade im Kinderschutz treffen unterschiedliche fachliche Aufträge, gesetzliche Grundlagen und Verantwortlichkeiten aufeinander.

Wie bereits im vergangenen Jahr haben sich auch für das zweite Netzwerktreffen NiK mehr als 120 Fachkräfte angemeldet. Der große Zuspruch zeigt, wie wichtig der Austausch und die Zusammenarbeit über Fach- und Gemeindegrenzen hinweg sind. Denn wirksamer Kinderschutz gelingt nur, wenn verschiedene Institutionen und Akteure ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen, gemeinsam Verantwortung übernehmen und gut vernetzt arbeiten. So kann der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Kreis Viersen weiter gestärkt und verbessert werden.

Mit der Auftaktveranstaltung und der gemeinsamen Kooperationsvereinbarung der fünf Jugendämter, der Städte Kempen, Nettetal, Willich, Viersen und des Kreis Viersen – für die Kommunen Grefrath, Brüggen, Niederkrüchten, Schwalmtal und Tönisvorst zuständig – ist bereits im vergangenen Jahr ein wichtiger Meilenstein für ein interkommunales und interdisziplinäres Bewusstsein im Kinderschutz gelegt worden. 

An das große Interesse und die hohe Beteiligung soll auch künftig angeknüpft werden. Die Netzwerkkoordinationen der fünf Jugendämter wollen gemeinsam mit den Netzwerkakteuren die Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch weiter stärken. Dabei sollen bestehende Vernetzungen und Kooperationen ausgebaut und Lücken geschlossen werden. Geplant sind weitere Netzwerktreffen, bedarfsgerechte Fortbildungsangebote und gezielte Öffentlichkeitsarbeit, um Informationen und Mitteilungswege im Kinderschutz noch transparenter und besser zugänglich zu machen.


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Zweites Netzwerktreffen vom Netzwerk interdisziplinärer Kinderschutz (NiK)

©  Kreis Viersen
Zweites Netzwerktreffen vom Netzwerk interdisziplinärer Kinderschutz (NiK)

v.l.n.r.: Dominik Hoffmann, Leiter des Jugendamtes Stadt Nettetal, Nicole Drese-Hampe, Leiterin des Jugendamtes Stadt Kempen, Susanne Kamp, Leiterin des Jugendamtes Stadt Willich, Stefan Smitowicz, Leiter des Jugendamtes Stadt Viersen und Markus Kalt, Leiter des Kreisjugendamtes Viersen


Begrüßung zum Fachtag

©  Kreis Viersen
Begrüßung zum Fachtag

Markus Kalt, Leiter des Kreisjugendamtes Viersen, begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum zweiten Netzwerktreffen von NiK