Meldungsdatum: 05.10.2026
Anfang Oktober werden in Tönisvorst hellblaue Anhänger an den braunen Biotonnen zu finden sein. Die Bürgerinnen und Bürger sollen darüber erneut informiert werden, was alles in die Biotonne darf und was nicht. Denn bereits seit 2024 dürfen im Kreis Viersen z.B. auch gekochte Speisereste in der Biotonne entsorgt werden.
Das Ziel des Abfallwirtschaftskonzeptes des Kreises Viersen ist es, möglichst viele Bioabfälle, die aktuell noch über die Restmülltonne entsorgt werden, in der Biotonne zu erfassen. Die Bioabfälle aus dem Kreis Viersen werden in der Bioabfallbehandlungsanlage in Kamp-Lintfort zu Biogas umgewandelt. Aus diesem Biogas wird in zwei Blockheizkraftwerken Strom und Wärme gewonnen. Für einen hohen Biogasertrag sind Küchenabfälle in der Biotonne besonders wichtig.
„Die Energie, die es benötigt, ein Smartphone einmal aufzuladen, steckt zum Beispiel allein in drei Bananenschalen. Und diese Energie können wir in unserer Bioabfallbehandlungsanlage wieder aus dem Bioabfall herausholen“, erklärt Christian Böker, Betriebsleiter des Abfallbetriebes des Kreises Viersen.
Wenn Bioabfälle über die graue Restmülltonne entsorgt werden, geht diese Energie verloren, denn der Restmüll aus dem Kreis Viersen wird direkt an verschiedene Müllverbrennungsanlagen in der Umgebung geliefert. Hier wird bei der Verbrennung zwar auch Wärmeenergie zurückgewonnen, aber zunächst muss Energie hineingesteckt werden, damit die Abfälle überhaupt brennen. Außerdem gehen durch die Verbrennung die wertvollen Nährstoffe verloren, die im Bioabfall enthalten sind. Aus den Resten der Biogaserzeugung, gemischt mit frischen Grünabfällen, wird in der Bioabfallbehandlungsanlage in Kamp-Lintfort zusätzlich Kompost erzeugt, welcher als hochwertiger Dünger wieder in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann. Damit das gut funktioniert, ist es allerdings wichtig, dass keine sogenannten Störstoffe, wie zum Beispiel Kunststoffe, in der Biotonne landen. Denn diese können nur schwierig bis gar nicht wieder aussortiert werden und verschlechtern so die Kompostqualität.
In Tönisvorst gibt es zu jeder Restmülltonne eine Biotonne kostenfrei dazu, die alle zwei Wochen geleert wird. Durch die richtige Nutzung können also Restmüllvolumen und somit auch Abfallgebühren eingespart werden. Wenn eine Biotonne nicht ausreicht, kostet eine zweite Tonne derzeit 56,06 Euro pro Jahr (120 Liter) oder 112,10 Euro pro Jahr (240 Liter). Eine Biotonne kann unter folgendem Link angemeldet werden: www.abfallbetrieb-kreis-viersen.de/muellabfuhr. Die Anmeldung der ersten Biotonne ist kostenfrei, für jede weitere Tonne fallen zusätzlich 20 Euro Verwaltungsgebühr an.
Wer mehr zur Biotonne erfahren möchte, kann die Abfallberatung des Kreises Viersen am Donnerstag, den 08.10., von 10 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt in St. Tönis antreffen. Hier werden unter anderem auch moderne Vorsortierbehältnisse für die Küche verlost.
Das darf in die Biotonne:
Aus der Küche (tierische Herkunft)
Aus der Küche (pflanzliche Herkunft)
Aus dem Garten
Sonstiges
Das darf NICHT in die Biotonne:
Tierische Produkte
Restabfall
Mehr Informationen unter: www.biotonne-kreis-viersen.de
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