Meldungsdatum: 19.10.2026
Zur neuen Ausstellung im Kreisarchiv Viersen „Riga. Deportationen – Tatorte – Erinnerungskultur. In Gedenken an die jüdischen Opfer aus dem Kreis Viersen“ werden drei Führungen angeboten. Am Donnerstag, den 22. Oktober, um 17 Uhr, am Donnerstag, den 12. November, um 17 Uhr sowie am Freitag, den 4. Dezember, um 16 Uhr haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen.
Eine kostenfreie Anmeldung zu den Führungen per E-Mail-Adresse an archiv@kreis-viersen.de oder telefonisch unter 02162 39-2022 möglich.
Das Kreisarchiv präsentiert die Wanderausstellung des Riga-Komitees des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die das Schicksal der deportierten Menschen beleuchtet. Über 25.000 Menschen jüdischen Glaubens wurden in den Jahren 1941/42 nach Riga deportiert und überwiegend im Wald von Bikernieki ermordet. Mehr als 80 Städte gedenken seit 2000 ihrer verschleppten Bürgerinnen und Bürger im Deutschen Riga-Komitee. Die Geschichte der Deportationen nach Riga ist auch Teil der Regionalgeschichte: 132 Personen wurden am 10. Dezember 1941 aus dem Gebiet des heutigen Kreises Viersen nach Düsseldorf-Derendorf zum Sammelträger am städtischen Schlachthof transportiert. Am 11. Dezember 1941 wurden von dort insgesamt 1.007 Personen aus dem Gestapobereich Düsseldorf nach Riga deportiert.
Die Ausstellung zeigt die Stationen der Verfolgung: das Ghetto von Riga, die Lager Jungfernhof und Salaspils sowie die Massenmorde in den Wäldern von Rumbula und Bikernieki. Neben den Tatorten werden auch die Täterinnen und Täter benannt und unterschiedliche Formen der Erinnerungskultur dargestellt.
Die Ausstellung wird vom 2. Oktober bis 11. Dezember 2026 im Kreisarchiv Viersen, Ransberg 41, 41751 Viersen zu sehen sein. Öffnungszeiten Mo-Mi 9-16 Uhr, Do 9-18 Uhr, Fr 9-14 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Herausgeber: Kreis Viersen | Der Landrat
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