
Das Projekt sieht vor, die Sprachförderung durchgängig vom Elementarbereich bis zum Abitur zu unterstützen. Dabei deckt das Konzept der RAA die wichtigsten Bereiche für eine erfolgreiche Sprachförderung ab. Dazu gehören u. a. eine fundierte Fort- und Weiterbildung für interessierte Fachkräfte, eine Vernetzung der Bildungseinrichtungen, Elternarbeit und Elternbildung, interkulturelles Lernen, Sensibilisierung für andere Sichtweisen, die Begleitung und Beratung des Prozesses, eine interne und externe Evaluation und die Einrichtung einer Intranetplattform zur Information und Kommunikation.
Vertreter/innen aus den Bildungsinstitutionen der Stadt Lünen informierten sich auf der Tagung über das Projektvorhaben, lernten bereits erfolgreiche Best-Practice-Beispiele aus Stadt und Kreis kennen und bildeten sich zu Fachthemen wie z.B. den „Vorläuferkompetenzen des Lesens und Schreibens“ oder „Förderdiagnostischen Verfahren“ fort. Die Stadtbücherei stellte ihre reichhaltige Palette von Angeboten für die Institutionen vor und die Lippe-Buchhandlung bereicherte die Veranstaltung durch einen themenbezogenen Büchertisch (Büchertisch zum Thema „Leseförderung“).
„Der Rohstoff Bildung muss viel stärker genutzt werden“, so Landrat Michael Makiolla. „Das Projekt „BiTe Lünen“ setzt sich qualifiziert mit Fragen der Bildung auseinander und legt einen besonderen Akzent auf die Sprachförderung“, lobt Makiolla das Konzept. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist für ihn die Förderung der Zweisprachigkeit. Der Landrat betont, dass der Kooperationsvertrag zwischen dem Land NRW und dem Kreis Unna zur Durchführung der „Entwicklung des Bildungsnetzwerkes in der Region Unna“ durch das Projekt BiTe bestens unterstützt wird.
Auch Hans Wilhelm Stodollick, Bürgermeister der Stadt Lünen, betonte, dass wer im Bildungssystem erfolgreich sein möchte, zunächst ausreichende Sprachkenntnisse benötige. Hierfür sei eine systematische und langfristige Sprachförderung die Voraussetzung. Er lobte das Konzept der RAA Kreis Unna und appellierte an die örtlichen Bildungsakteure, ihren Beitrag zu dem Projekt zu leisten.
Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, dass Sprachförderung eine Querschnittsaufgabe ist, die von allen Beteiligten gemeinsam angegangen werden muss. Hierzu gehören Bildungseinrichtungen, Elternhaus, die offene Jugendarbeit, Stadtteilverbände und Migrantenorganisationen. Ziele des Projekts „BiTe Lünen“ für das Jahr 2009 sind u.a. die Schulung der Fachkräfte und der Aufbau einer Internetplattform für die Stadt Lünen.
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Heike Maier-Finnemann (RAA), Ludger Trepper (Stadt Lünen), Sabine Ortenburger (Referentin), Hans Wilhelm Stodollick (Bürgermeister Stadt Lünen), Dr. Marianne Lehker (Referentin), Anne Nikbin (RAA), Landrat Michael Makiolla, Margot Berten (Schulamt Kreis Unna) Martin Treichel (Bezirksregierung Arnsberg) (v.l.). Foto: Kreis Unna
Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Susanne Kronenberg, Fon 02303 27-1113, E-Mail: susanne.kronenberg@kreis-unna.de