
„Die Kosten für die Jugendhilfe sind bundesweit gestiegen, dieser Trend schlägt auch im Kreis Unna zu Buche“, machte Fachbereichsleiter Friedrich-Wilhelm Rebbe deutlich. So wird die differenzierte Kreisumlage, mit der die Gemeinden Bönen und Holzwickede sowie die Stadt Fröndenberg die Leistungen des Fachbereichs Familie und Jugend finanzieren, in diesem Jahr vorbehaltlich eines entsprechenden Kreistagsbeschlusses voraussichtlich auf rund 19,869 % (2008: 18,613 %) steigen. Grund seien zum einen die starke Belastung vieler Familien, die vermehrte Hilfen zur Erziehung erforderlich machten, erläuterte Rebbe. Auf der anderen Seite machten sich aber auch neue Gesetzesgrundlagen wie zum Beispiel im Bereich der Kindertageseinrichtungen finanziell bemerkbar.
Besondere Kostensteigerungen verzeichnet der Kreis im Bereich der individuellen Familienhilfe (von 584.000 Euro auf rund 687.000 Euro) und für die Betriebskostenzuschüsse der Kindertageseinrichtungen (von 7,6 Mio. Euro auf 9 Mio. Euro). Zudem verzeichne man insbesondere bei der Heimunterbringung und bei den intensiven ambulanten erzieherischen Hilfen einen starken Anstieg der Fallzahlen, so Rebbe. Hier müsse aber ganz klar die Gewährleistung des Kindeswohls Vorrang vor den Kostengesichtspunkten haben.
Als Arbeitsschwerpunkte des Fachbereichs Familie und Jugend für 2009 nannte Rebbe unter anderem die Umsetzung des neuen Kinderfördergesetzes insbesondere mit dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Unter-Dreijährige ab 2013 und den Ausbau der Stadtteilarbeit in Bönen, Fröndenberg und Holzwickede.
Die Fraktionen nahmen die Haushaltsansätze zunächst nur zur Kenntnis. Darüber beschließen wird der Kreistag in seiner Sitzung am 27. Januar.
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