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Pressemitteilung vom
27. Februar 2009
Neue Heizzentrale auf dem Sensenstein setzt auf Holzhackschnitzel
Nieste/Kreis Kassel.

Mit einem Blick auf die hohe Dichte von Holzhackschnitzelfeuerungsanlagen im Landkreis Kassel überrascht es eigentlich nicht, dass auch die Jugendburg und Sportbildungsstätte Sensenstein bei Nieste ab sofort CO²-neutral mit Wärme versorgt wird. „Die neue Heizzentrale auf dem Sensenstein wurde allerdings nicht aus rein quantitativen Gründen mit dieser Technik errichtet, sondern weil diese Wärmeversorgung an diesem Standort eindeutig die wirtschaftlichste Lösung ist“, stellt Vizelandrat Uwe Schmidt bei der Einweihung der Anlage fest.

Grundlage der Entscheidung für die Gesamtinvestition in Höhe von rund 750.000 Euro in den Gremien des zuständigen Eigenbetriebs Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Landkreises, der die Jugendburg und Sportbildungsstätte betreibt, war die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes für eine zukunftsorientierte Wärmeversorgung. „Den Sensenstein mit Erdgas zu versorgen ist durch die notwendige sehr aufwendige Leitungsführung illusorisch“, so Schmidt zu einer möglichen Alternativen. Die andere Alternative, die vorhandene Ölheizung zu sanieren, sei mit Blick auf die mittel- und langfristige Entwicklung der Heizölpreise und auch aus ökologischen Gründen, nicht sinnvoll. Das man sich für die richtige Alternative entschieden hat, zeige auch eine Förderung der neuen Heizzentrale durch das Land Hessen in Höhe von 162.600 Euro.

 

Im Rahmen der Baumaßnahme wurde nach Auskunft von Betriebsleiterin Susanne Selbert ein neues Kesselhaus errichtet, in der eine Holzhackschnitzelfeuerungsanlage und ein Ölkessel für Spitzenlastverbräuche installiert wurden.

 

„Wir schlagen mit dem neuen Kesselhaus zwei Fliegen mit einer Klappe, da wir gleichzeitig die nicht mehr optimal nutzbaren Garagen im Eingangsbereich des Sensensteins in das Kesselhaus integrieren“, informiert Selbert. Durch die Lage neben dem Parkplatz am Eingang werde außerdem der gesamte Lieferverkehr für die Holzhackschnitzel aus dem Jugendburggelände „rausgehalten“. Selbert: „Wir haben auch gleich die gesamte Heizverteilung und Heizregelungstechnik auf dem Sensenstein mitsaniert“. Die vorhandenen Warmwasserspeicher, Heizkreisverteiler mit Pumpen, Regelanlagen und Öltankanlagen wurden ebenfalls erneuert.

„In den Häusern 1 und 2 wurden größere Pufferspeicher installiert, um eine optimale Energienutzung zu gewährleisten und die Spitzenlastabdeckung durch den Ölkessel zu minimieren“, erläutert die Betriebsleiterin. Darüber hinaus wurde die Solartechnik auf den Häusern 1 und 2 erneuert, um den Wirkungsgrad zu verbessern. Selbert: „Allein durch die Erneuerung der Heizverteilungen und der Regeltechnik ist durch wirtschaftlichere Betriebsweise mit einer Energieeinsparung bis zu 15 % zu rechnen“.

 

Für die Holzhackschnitzel-Feuerung wurde ein Kesseltyp ausgewählt, der auch für die Verfeuerung von Baum- und Strauchschnitt, sowie von Forstabfällen geeignet ist, also Feuchtigkeitsgehalte im Holz über 35 % verarbeiten kann. Ziel ist, Holzabfälle aus dem Landkreis Kassel energetisch verwerten zu können. Dies ermöglicht auch günstigeres Brennmaterial zuzukaufen zu können. „Im Hinblick  auf steigende Energiekosten ist damit zu rechnen, dass auch die Preise für Holzhackschnitzel zukünftig steigen werden“, ist sich Vizelandrat Schmidt sicher.

 

Die Investition in die neue Heizanlage rechne sich auch für die heimische Wirtschaft, so Schmidt weiter. Sämtliche beteiligten Unternehmen kamen aus dem Landkreis Kassel und dem Schwalm-Eder-Kreis. „Allein der Kessel kommt aus Bielefeld – hier fehlt es in der Region Kassel noch an Anbietern“, teilt Schmidt mit. Die jüngst geäußerte Kritik des Kreishandwerkermeisters Bernd-Peter Doose, dass bei den größeren Kasseler Bauprojekten im vergangenen Jahr Kasseler Malerbetriebe leer ausgegangen seien, laufe bei Baumaßnahmen im Kreis Kassel ins Leere. „Hier hat eine Firma aus Kaufungen die Putz- und Malerarbeiten übernommen“, so Schmidt abschließend.

Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:


Holzhackschnitzel Sensenstein
Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Vizelandrat Uwe Schmidt, Michael Jakszt (Lieferant Holzfeuerungsanlage), Betriebsleiterin Susanne Selbert und Christian Seeger (Ing.-Büro IDEE Seeger Borken) beim Prüfen der Hackschnitzel


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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
Handy: 0173/4663794
E-Mail: pressestelle@landkreiskassel.de
http://www.landkreiskassel.de

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