
Eine Tablette enthält nur selten mehr als 200 Milligramm Milchzucker, das entspricht etwa der Milchzuckermenge in einem Esslöffel Kuhmilch und bei den meisten Menschen mit einer Milchzucker-Unverträglichkeit ist noch eine Restaktivität des abbauenden Enzyms vorhanden, mit der sechs bis zwölf Gramm Milchzucker pro Mahlzeit verwertet werden können.
„Wer mehr über die Inhaltsstoffe seiner Medikamente wissen will oder Probleme mit seinen Arzneimitteln hat, kann sich bei seinem Apotheker informieren. Das gilt insbesondere bei Selbstmedikamentation“, rät Birgit Habbes. Zur besseren Verträglichkeit von Tabletten mit Milchzucker gibt es außerdem zusätzlich rezeptfreie Lactase-Präparate. Sie enthalten ein Enzym, das Milchzucker abbaut. Der Apotheker kann zudem nach Alternativen ohne den Hilfsstoff Milchzucker suchen.
Schätzungsweise 15 bis 20 Prozent der Bundesbürger leiden an einer Milchzucker-Unverträglichkeit. Hervorgerufen wird diese durch die fehlende oder verminderte körpereigene Produktion des Enzyms Lactase. Eine Milchzucker-Unverträglichkeit äußert sich unter anderem in Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen.
Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Susanne Kronenberg, Fon 02303 27-1113, E-Mail susanne.kronenberg@kreis-unna.de