
Die Untere Landschaftsbehörde empfiehlt, den Teich an einem sonnigen Standort im Garten anzulegen. Vier bis sechs Stunden Sonneneinstrahlung pro Tag sind mindestens notwendig. Form und Tiefe des Teiches bedingen sich teilweise gegenseitig und sind abhängig von den verwendeten Dichtungsmaterialien und dem zur Verfügung stehenden Platz. Als Faustregel kann gelten: Die Uferlinie des Teiches darf nicht gradlinig verlaufen. Empfehlenswert sind kleine Buchten, Halbinseln und möglichst flache Ufer. Die maximale Gewässertiefe sollte etwa einen Meter betragen.
Beim Bau des Teichkörpers gibt es mehrere Möglichkeiten. Neben dem starren Fertigplastikteich oder dem Teich aus armiertem Beton oder Glasfasermatte kann das Teichbett auch flexibel mit einer Spezialkunststofffolie von mindestens ein Millimeter Stärke ausgekleidet werden. Bei den Folienteichen ist zu beachten, dass rund um das Gewässer ein etwa 50 Zentimeter breiter und einen Spatenstich tiefer Rand gegraben wird, in dem später die Folie ausläuft. Als Pflanzensubstrat empfiehlt der Kreis-Umweltexperte ein Sand-Kies-Lehm-Gemisch von etwa 20 Zentimetern Schichtstärke. Auf keinen Fall darf Gartenerde verwendet werden.
An den Gewässerrand werden Steine unterschiedlicher Größe als Sitzwarten für Amphibien, Libellen und Vögel eingesetzt. „Ein Steinhaufen oder auch ein Baumstumpf geben über die gestalterische Wirkung hinaus außerdem Unterschlupf für verschiedene Tiere“, so Peter Driesch. Scharfe Gegenstände oder Steine haben hingegen im Teichbett nichts zu suchen. Zur Bepflanzung eignen sich bis zu einer Wassertiefe von 20 Zentimetern unter anderem Froschlöffel, Schwertlilie, Sumpfdotterblume, Schwanenblume und Igelkolben. Bei einer Wassertiefe von über 20 Zentimetern können die weiße Seerose, die Teichrose, das Hornkraut, Wasserknöterich und Wasserhahnenfluss gepflanzt werden.
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