
Kreis Unna. (PK) „Kein Grund zur Panik, aber Anlass zur Vorsorge“. Unter diesem Motto lud der Kreis Unna in seiner Funktion als öffentlicher Gesundheitsdienst am 30. April alle Ordnungsämter im Kreis sowie die Leitungen der Rettungswachen zum Informationsaustausch zum Thema Schweinegrippe ein.
„Wir sind im Kreis Unna auf den Fall des Falles vorbereitet und setzen weiter auf ein miteinander und aufeinander abgestimmtes Vorgehen“, unterstrich Kreis-Gesundheitsdezernent Norbert Hahn bei dem Treffen im Kreishaus Unna. Im Vordergrund standen konkrete Informationen und Handlungshilfen für den Rettungsdienst durch den Leitenden Notarzt des Kreises, Dr. Uwe Devrient, und für die Ordnungsämter durch Josef Merfels, Fachbereichsleiter Gesundheit und Verbraucherschutz beim Kreis.
Bei der Schweinegrippe handelt es sich wie bei der bekannten Grippe um eine Infektionskrankheit, die über Tröpfchen-Infektion (z.B. Niesen oder Husten) übertragen wird. Rettungsdienst und Krankenhäuser arbeiten deshalb mit Mund-Nasenschutz, Handschuhe oder auch Schutzkitteln.
Dezernent Hahn machte deutlich, dass der Kreis für eine erste Krankheitsphase gut ausgerüstet ist und bot an, gegebenenfalls notwendigen Nachschub zentral zu bestellen. Deutlich machten sowohl Dezernent Hahn auch als der Amtsarzt des Kreises, Dr. Bernhard Jungnitz, dass es für das verlängerte Wochenende keine besonderen Maßnahmen gebe. „Wir haben keinen Verdachtsfall und damit keinen Grund, den Tanz in den Mai oder andere Veranstaltungen ausfallen zu lassen“, brachte Dezernent Hahn die Einschätzung von Kreis sowie von Städten und Gemeinden auf den Punkt. Für Anfragen aus der Bevölkerung wird derzeit über die Einrichtung einer Hotline nachgedacht. „Das bereiteten wir für Anfang der Woche vor, wollen aber auch hier nicht in blinden Aktionismus verfallen“, so Hahn.
„Der beste Schutz vor einer Ansteckung ist die Beachtung allgemeiner Hygienemaßnahmen“, erinnert Amtsarzt Dr. Bernhard Jungnitz und zählt die üblichen Vorsichtsmaßnahmen auf: Abstandhalten, beim Niesen die Hand – oder besser noch den Ellbogen - vor den Mund halten, nicht mehr die Hand geben und vor allem häufiger die Hände waschen. „Das können alle machen, ist sinnvoll und hat sich bewährt“, weiß Amtsarzt Dr. Jungnitz.
Die Symptome der Schweinegrippe ähneln einer Grippe (Influenza): hohes Fieber, Frösteln, Kopf-, Glieder-, Nacken- und Kreuzschmerzen, Heiserkeit, Rachenbeschwerden und trockener Husten. „Bei solchen Symptomen sollte der Hausarzt aufgesucht werden“, empfiehlt Dr. Bernhard Jungnitz weiter. Der Amtsarzt rät gleichzeitig von der vorsorglichen Einnahme von Medikamenten ohne Rücksprache mit einem Arzt ab. „Das kann mehr schaden als nutzen“, macht der Mediziner deutlich.
Weitere Informationen zur Grippe und auch zur Schweinegrippe sowie Antworten auf vielfach gestellte Fragen gibt es im Internet beim Robert-Koch-Institut (www.rki.de),der Weg dorthin führt auch über die Internetseite www.kreis-unna.de.