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08. Juni 2009

Gesundheitsamt des Kreises rät

Keine Rohmilch für Kinder

Kreis Unna. (PK) Kleine Kinder sollten auf das Trinken von Rohmilch verzichten. Die in der unbehandelten Milch vorkommenden EHEC-Bakterien oder Campylobacter können Infektionen auslösen, die insbesondere bei kleinen Kindern schwere Durchfall-Erkrankungen hervorrufen und in Einzelfällen auch zu Nierenschäden führen können. Darauf weist der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises unter Bezug auf eine Mitteilung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) hin. Besonders nach Ausflügen von Kindergartengruppen zu Bauernhöfen werden dem BfR immer wieder entsprechende Krankheitsausbrüche gemeldet.

„Milch ist ein hochwertiges Lebensmittel mit vielen Nährstoffen, die Kinder zum Wachsen brauchen. Aber Rohmilch sollte unbedingt vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden, damit Kinder nicht an einer Lebensmittelinfektion erkranken“, empfiehlt Dr. Anja Dirksen vom Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Unna.

EHEC-Bakterien kommen unter anderem im Darm von Rindern vor und werden mit dem Kot ausgeschieden. Da Milch beim Melken mit Rinderkot in Kontakt kommen kann, lässt sich eine Verunreinigung mit Bakterien nicht ausschließen. Campylobacter sind Bakterien, die in der Natur weit verbreitet sind und ebenfalls im Darm von Wild-, Haus- und Nutztieren vorkommen. Sie sind bedeutende Erreger von Durchfallerkrankungen des Menschen und werden vor allem über tierische Lebensmittel übertragen. Neben EHEC und Campylobacter können noch weitere Krankheitserreger wie Salmonellen und Listerien in Rohmilch gelangen.

„Durch eine ausreichende Erhitzung der Milch, beispielsweise durch Pasteurisieren oder Abkochen, lassen sich Lebensmittelinfektionen jedoch verhindern. Auch Milch, die bei Bauernhofbesuchen direkt an Ort und Stelle verzehrt wird, sollte wärmebehandelt sein. Vor dem Verzehr von Speisen und Getränken sollten die Kinder außerdem ihre Hände gründlich waschen, weil auch durch den Tierkontakt Infektionserreger übertragen werden können“, rät Dr. Anja Dirksen.


Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Susanne Kronenberg, Fon 02303 27-1113, E-Mail susanne.kronenberg@kreis-unna.de


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