
Vorgestellt wird ein Verfahren zur Beobachtung des Sprachverhaltens bei Migrantenkindern, genannt SISMiK (Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern in Kindertageseinrichtungen). Es wurde am Staatsinstitut für Frühpädagogik in München von Michaela Ulich und Toni Mayr entwickelt. Bereits der Titel soll andeuten, wie vielschichtig Sprachlernprozesse und die Sprachstandserfassung sind.
In einem Beobachtungsbogen wird das „Deutsch lernen“ eines Kindes als Teil einer komplexen Entwicklung gesehen, die unterschiedliche Bereiche von Sprache umfasst. Neben Fragen zur kindlichen Motivation und sprachlichen Aktivität geht es auch um sprachliche Kompetenzen bei konkreten Situationen im Gruppenalltag.
Mit dem Bogen wird vor allem die Sprachentwicklung des Kindes in der deutschen Sprache erfasst, denn SISMiK ist für deutschsprachige ErzieherInnen konzipiert. Dennoch wurde die Familiensprache und die Familie des Kindes ansatzweise einbezogen, denn diese sind für die Sprachentwicklung des Kindes sehr wichtig.
Inhaltlich befasst sich die Fortbildung mit der Beobachtungskultur in Kindertageseinrichtungen, der Konzeption von SISMiK, dem Aufbau des Bogens, der Verbindung von Beobachtung und Förderung und der quantitativen Auswertung.
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