
„Wir sind mit dem Erfolg der ersten Runde sehr zufrieden“, zieht Jugendhilfeplanerin Monika Thünker, die die Aktion seitens des Fachbereichs Familie und Jugend des Kreises begleitet, ein zufriedenes Fazit. So stieg der Anteil der durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen im ersten Halbjahr dieses Jahres in Fröndenberg von 94% auf 97% und in Holzwickede von 79% auf 93% an. „Das zeigt, dass wir über die Kindertageseinrichtungen die Eltern gut erreichen“, so Thünker.
Aus diesem Grund haben sich auch fast alle beteiligten Kindertageseinrichtungen in Fröndenberg und Holzwickede entschieden, die Aktion weiterzuführen. Über Plakate und Flyer in deutscher, türkischer, russischer, polnischer und arabischer Sprache sollen die Eltern über die Bedeutung der Früherkennungsuntersuchungen informiert und zur Teilnahme daran motiviert werden. Zur Belohnung bekommen alle Kinder, die bei den Vorsorgeuntersuchungen waren, von ihren Erzieherinnen ein peppiges T-Shirt. Am Ende der Aktion werden in den Kindertageseinrichtungen Gruppenfotos gemacht. Die originellsten Fotos können an einem Wettbewerb der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung teilnehmen.
„Das Konzept des Fachbereichs Familie und Jugend „Frühe Hilfen und Frühwarnsystem“ beinhaltet unter anderem, die notwendige Versorgung, Fürsorge und Erziehung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Schutz bestmöglich sicherzustellen. Entwicklungsverzögerungen, Auffälligkeiten und Krankheiten, aber auch Anzeichen von Vernachlässigung und Misshandlungen von Kindern können bei den Früherkennungsuntersuchungen erkannt und rechtzeitig Hilfen zur Verfügung gestellt werden“, unterstreicht Sandra Waßen, Leiterin des Fachbereichs Familie und Jugend, das Anliegen des Kreises.
Seit September 2008 ist zudem die Verordnung des Landes zur Datenmeldung in Kraft getreten. Sie verpflichtet die Jugendämter zu entscheiden, ob gewichtige Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Wohls eines Kindes vorliegen, das nicht an der fälligen Vorsorgeuntersuchung teilgenommen hat. „Dieser Verpflichtung kommt der Kreis Unna selbstverständlich nach“, versichert Waßen, doch sie setzt zunächst verstärkt auf Aufklärung und die freiwillige Motivation der Eltern. „Der Erfolg der Aktion spricht für sich und zeigt, dass wir hier auf einem guten Weg sind.“
Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Silke Schmücker, Fon 02303 27-1113, E-Mail silke.schmuecker@kreis-unna.de