
Durch die kürzeren Wege nutzen viele Bürgerinnen und Bürgern des Kreises intensiv die Gelegenheit, Anliegen im Schwerbehindertenbereich persönlich im Kreishaus vorzutragen. Im zweiten Jahr der Zuständigkeit des Kreises Unna ist die Anzahl der zu bearbeitenden Schwerbehindertenrechtsverfahren gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig.
Im Einzelnen bedeutet dies: Erstanträge: 2008=5405 und 2009=5036; Änderungsanträge: 2008=8257 und 2009=7944; Widersprüche: 2008=3249 und 2009=2998; Nachuntersuchungen: 2008=3613 und 2009=3136; Gesamt: 2008=20524 und 2009=19114;
Die Fachstelle für behinderte Menschen im Beruf zieht für 2009 folgende Bilanz: Obwohl durch die Wirtschaftskrise die Anzahl der kündigungsbedingten Verfahren im Vergleich zu 2008 um rund 30% angestiegen ist, hat sie die anfänglich befürchtete Größenordnung jedoch nicht erreicht. Gleichzeitig ging die Arbeitsplatzförderung der Behindertenarbeitsplätze leicht zurück; hier machte sich die Zurückhaltung der Arbeitgeber im investiven Bereich bemerkbar.
In 204 (2008:157) Kündigungsverfahren fungierte der Kreis als Vermittler, um eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung gütlich zu beenden. Bei 112 (2008:122) Arbeitsplätzen wurden Verbesserungen für die schwerbehinderten Arbeitnehmer gefördert, um nicht zuletzt auch eine Weiterbeschäftigung zu gewährleisten. Insgesamt wurden dabei rund 189.932 Euro (2008:192.830 Euro) Fördergelder bewilligt und ausgezahlt. In 183 Fällen wurden Betriebe aufgesucht und über die Förderung von schwerbehinderten Arbeitnehmern und deren Rechte informiert. Zudem wurde an 11 Schwerbehindertenversammlungen teilgenommen. Durch diese Maßnahmen wurden Arbeitsplätze von schwerbehinderten Menschen gesichert und somit auch ein Beitrag zur Erholung des Arbeitsmarktes geleistet.
Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Susanne Kronenberg, Fon 02303 27-1113, E-Mail susanne.kronenberg@kreis-unna.de